MAGA ist nicht Trump – MAGA ist die Republikanische Partei
Trumps zweite Amtszeit läuft noch keine anderthalb Jahre. Was kommt noch? Adorf warnt davor, den MAGA-Komplex mit Trump persönlich gleichzusetzen: „MAGA ist heutzutage die Republikanische Partei, die Republikanische Partei ist MAGA.“ Das zu beheben werde erhebliche Zeit brauchen.
Navidi sieht nach Trump keine Entspannung, sondern eine Verwandlung: Die Tech-Elite – Palantir, SpaceX, von Peter Thiel gesponserte Kandidaten – ist so tief mit der US-Regierung verzahnt, dass auch ein nächster Präsident sich kaum wird lösen können. Der politische Stil, der zeigt, wie weit man kommt, wenn man auf Regeln pfeift, werde bleiben.
Nicht hoffnungslos, aber selbstverständlich ist nichts mehr
Russell Miller gibt dennoch Kontext: In Hauptverfahren hat die Trump-Regierung beim Supreme Court weniger als 50 Prozent gewonnen. Das Urteil zur Geburtsstaatsbürgerschaft fiel zum Beispiel 6:3 gegen Trump. „Allein, wenn er oft gewinnt, heißt es nicht, dass er immer gewinnt.“ Ein rein „trumpistischer Supreme Court“ sei es nicht.
Adorf erinnert daran, dass Amerika historisch bewiesen hat, gesellschaftliche Probleme selbst zu lösen: langsam, mit Widerstand, aber irgendwann durch populären Druck. Es sei durchaus machbar, dass sich das Land wieder in eine liberalere Richtung bewege. Aber es werde dauern, schon wegen der konservativen Richter, die Trump auf Jahrzehnte in der Judikative verankert hat.
Der „Point of no Return“ existiert nicht als Datum. Er ist ein Prozess, der täglich weitergeht oder gestoppt wird: durch Gerichte, durch Wahlen, durch Menschen, die nicht mitmachen. Noch ist nicht entschieden, welches Amerika gewinnt. Aber die Zeit, in der das selbstverständlich war, ist vorbei.

