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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Wasser sparen im Alltag: Was am meisten Wasser verbraucht
Wissen

Wasser sparen im Alltag: Was am meisten Wasser verbraucht

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 19. Juli 2026 11:47
Von Michael Farber
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4 min. Lesezeit
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Duschen, kochen, die Toilette spülen, Wäsche waschen oder Blumen gießen: Sauberes Wasser steht uns im Alltag jederzeit zur Verfügung. Dabei unterschätzen viele Menschen, wie viel Trinkwasser sie täglich im Haushalt verbrauchen. An vielen Stellen lässt sich der Verbrauch reduzieren, ohne auf Komfort verzichten zu müssen.

Inhaltsübersicht
Wie viel Wasser verbraucht jeder Bundesbürger täglich?Wofür wird im Haushalt am meisten Wasser verbraucht?Wasser sparen im Haushalt: Diese Maßnahmen bringen am meistenWasser sparen im Garten: Regenwasser statt TrinkwasserWas bringt Wassersparen für die Gesamtbilanz?

Wie viel Wasser verbraucht jeder Bundesbürger täglich?

Im Schnitt nutzt jede Person in Deutschland nach Angaben des Umweltbundesamts [externer Link] täglich 126 Liter Trinkwasser im Bereich Haushalte und Kleingewerbe. Der Wert basiert auf den aktuellsten verfügbaren amtlichen Daten der öffentlichen Wasserversorgung aus dem Jahr 2022. Eine neuere Angabe des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. BDEW [externer Link] nennt für 2023 einen bundesweiten Durchschnitt von 121 Litern pro Person und Tag.

In Bayern liegt der Wert höher: 2022 waren es 136,1 Liter pro Kopf und Tag. Das Bayerische Landesamt für Statistik [externer Link] nennt unter anderem regionale Unterschiede bei Siedlungsstruktur und Wasserbedarf sowie klimatische Faktoren wie wärmere und trockenere Sommer.

Wofür wird im Haushalt am meisten Wasser verbraucht?

Der größte Teil des Trinkwassers wird für Körperpflege, Reinigung und Toilettenspülung genutzt. Essen und Trinken machen nur einen kleinen Anteil aus, so das Umweltbundesamt. Wer Wasser sparen will, sollte deshalb zuerst Bad, Toilette, Waschmaschine, Spülmaschine und Garten im Blick haben.

Wasser sparen im Haushalt: Diese Maßnahmen bringen am meisten

Am meisten bringt es, warmes Wasser einzusparen: kürzer duschen, beim Einseifen den Hahn zudrehen und einen sparsamen Duschkopf nutzen. Das spart nicht nur Trinkwasser, sondern auch Energie für die Erwärmung des Wassers. Für die Verbraucherzentrale [externer Link] ist Warmwasser deshalb ein besonders lohnenswerter Ansatz, weil dadurch Trinkwasser, Abwassergebühren und Energiekosten sinken.

Auch bei der Toilettenspülung kann man Wasser sparen: Die Spartaste oder Zwei-Mengen-Spülung verbraucht pro Spülung deutlich weniger Wasser. Waschmaschine und Geschirrspüler sollten möglichst voll laufen. Moderne Maschinen haben Eco-Programme, die Wasser und Energie sparen. Außerdem hilft: lieber kurz duschen statt baden und tropfende Wasserhähne oder laufende Spülkästen schnell reparieren lassen.

Wasser sparen im Garten: Regenwasser statt Trinkwasser

Im Garten ist Regenwasser die beste Wahl. Das Umweltbundesamt rät, nur morgens oder abends zu gießen, nah am Boden zu wässern und kommunale Vorgaben bei Trockenheit zu beachten. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) [externer Link] empfiehlt ebenfalls, Regenwasser statt Trinkwasser zu verwenden. Gerade in Hitzeperioden entlastet das die öffentliche Versorgung. Auch wenn gelegentliche Regenfälle angekündigt sind, haben diese bei Hitzeperioden oft keine ausreichende Wirkung, um angespannte Wassersituationen nachhaltig zu entschärfen.

Was bringt Wassersparen für die Gesamtbilanz?

Direktes Wassersparen kann vor allem lokal helfen, etwa bei Hitze, Trockenperioden und hohen Verbrauchsspitzen. Deutschland zählt zu den wasserreichen Ländern Europas. Der Wasserentnahmeindex lag 2022 bei 10,1 Prozent und damit unter der internationalen Orientierungsmarke von 20 Prozent für Wasserstress, so das Umweltbundesamt [externer Link]. Der Wert zeigt, wie hoch die Wasserentnahmen im Verhältnis zu den erneuerbaren Wasserressourcen sind. Das bedeutet jedoch nicht, dass Wasser überall unbegrenzt verfügbar ist: Vor allem regional und in trockenen Jahreszeiten kann der Nutzungsdruck deutlich steigen, wie auch der BUND [externer Link] betont.

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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