WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
  • Home
  • Wirtschaft
    Wirtschaft
    Die Kategorie „Wirtschaft“ in der WirtschaftsRundschau bietet umfassende Berichterstattung und Analysen zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen. Hier finden Leser aktuelle Informationen zu Finanzmärkten, Unternehmensentwicklungen, Wirtschaftspolitik…
    Mehr laden
    Top Schlagzeilen
    Börsen-Ticker: DAX verliert, im Fokus Douglas und Aroundtown
    29. Mai 2024
    Nächste Förderrunde für Heizungstausch gestartet
    29. Mai 2024
    Unternehmen in Schieflage: Stadt Kelheim hilft Faserhersteller
    29. Mai 2024
    Neuste Schlagzeilen
    Lkw mit Schokolade geklaut: Kitkat-Memes mit ernstem Hintergrund
    2. April 2026
    Urlaub an Ostern: Tipps für Fernreisen in Krisenzeiten
    2. April 2026
    „Energiepreisschock“ bremst Wirtschaftswachstum
    1. April 2026
    Spritpreis-Regel gilt: Wie war die erste Umstellung?
    1. April 2026
  • Netzwelt
    NetzweltMehr laden
    Warum Papier-Landkarten in Russland ein Comeback feiern
    2. April 2026
    Iran droht US-Techfirmen – und trifft wunden Punkt
    1. April 2026
    Deepfake-Gesetze: Was andere Länder anders machen
    1. April 2026
    50 Jahre Apple: 71 Mal totgesagt, immer noch da
    1. April 2026
    Trotz Digitalminister-Prognose: Jetzt noch Informatiker werden?
    31. März 2026
  • Wissen
    WissenMehr laden
    Zuckersteuer: Bis 1993 gab es sie schon – kommt sie nun wieder?
    2. April 2026
    Wie KI-Fakes bestätigen, was wir sowieso schon glauben
    2. April 2026
    Mondmission „Artemis 2“ ist erfolgreich ins All gestartet
    2. April 2026
    Komet C/2026 A1 (MAPS): Bekommen wir „Osterkometen“ zu sehen?
    1. April 2026
    Sorgen wegen Newcastle-Krankheit – Neue Fälle in Bayern
    1. April 2026
  • Kultur
    KulturMehr laden
    Passion zum Mitmachen: Lebendiger Leidensweg Jesu an Karfreitag
    2. April 2026
    Von Sherlock bis Sheldon: Warum autistische Figuren faszinieren
    2. April 2026
    Alles Seide: Über das Comeback eines modischen Accessoires
    1. April 2026
    „Inside the Manosphere“: Neue Netflix-Doku über Frauenhass
    1. April 2026
    Fast woke, aber nur fast: Der neue „Super Mario“-Film
    1. April 2026
  • Lesezeichen
Gerade: Blaualgen: Was tun mit 800.000 Tonnen Schlamm im Altmühlsee?
Teilen
Benachrichtigungen
Schriftgröße ändernAa
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
Schriftgröße ändernAa
  • Wirtschaft
  • Wissen
  • Kultur
  • Netzwelt
  • Home
  • Wirtschaft
  • Netzwelt
  • Wissen
  • Kultur
  • Lesezeichen
WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Blaualgen: Was tun mit 800.000 Tonnen Schlamm im Altmühlsee?
Wissen

Blaualgen: Was tun mit 800.000 Tonnen Schlamm im Altmühlsee?

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 2. April 2026 13:51
Von Michael Farber
Teilen
4 min. Lesezeit
Teilen

 

Ein Saugbagger liegt im westlichen Bereich im Altmühlsee im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen vor Anker und saugt Sediment vom Grund des Sees. Seit Oktober vergangenen Jahres ist der Bagger im Einsatz für ein Pilotprojekt, das helfen soll, die Blaualgen-Problematik im Altmühlsee einzudämmen.

Inhaltsübersicht
Viel Sediment, viel Phosphor, viele BlaualgenMit jedem Hochwasser kommt neues SedimentSchlamm-Lagerung eine HerausforderungSediment als Dünger für die LandwirtschaftBadebucht mit guter Wasserqualität wird geschaffen

Insgesamt sind in diesem Versuch 1.500 Kubikmeter Schlamm vom Seegrund nach oben befördert worden, erklärt Lea Braun vom Projekt „Wasserqualität Altmühlsee“ am Wasserwirtschaftsamt Ansbach. Dieses Sediment wird in eine Entwässerungsanlage gepumpt, wo es durch Zentrifugen geschleudert und damit transportfähig gemacht wird.

Viel Sediment, viel Phosphor, viele Blaualgen

„Wir wollen hier in dem Pilotversuch Erkenntnisse für eine mögliche Komplettentnahme des Sediments aus dem Altmühlsee gewinnen“, so Lea Braun. Das Wasserwirtschaftsamt schätzt, dass insgesamt 800.000 Tonnen Sediment am Grund des Altmühlsees liegen. Darin lagert sich Phosphor an und der ist Dünger für die Blaualgen. Die Blaualgenkonzentration im See war zuletzt immer wieder so hoch, dass Baden verboten werden musste. Schwierig für die Region, die vom Tourismus lebt.

Mit jedem Hochwasser kommt neues Sediment

Das Wasserwirtschaftsamt entnimmt seit Jahren bis zu 20.000 Tonnen Schlamm pro Jahr aus dem See, um das Problem zu einzudämmen, erklärt Andreas Lebender, Sachgebietsleiter Gewässerunterhalt am Wasserwirtschaftsamt Ansbach. Aber es habe sich gezeigt, dass das zu wenig ist.

„Diese Menge, die kommt jedes Jahr durch das Einleiten von Altmühlwasser an Nährstoffen und Sedimenten wieder rein. Wir erhalten dadurch zwar den Stauraum im See, aber gegen die Algen wirkt es eigentlich wenig“, resümiert Lebender. Denn der Altmühlsee ist ein künstlich angelegter See, der das Hochwasser der Altmühl speichert. Mit jedem Altmühl-Hochwasser wird Sediment und Phosphor unter anderem von den Äckern und Wiesen entlang des Flusses in den See gespült.

Schlamm-Lagerung eine Herausforderung

Diese Woche ist die Sedimententnahme im Pilotprojekt beendet worden. Die ersten Erkenntnisse gibt es schon: So ist die Lagerung des Schlamms eine Herausforderung, berichtet Lea Braun vom Wasserwirtschaftsamt Ansbach. Der Schlamm lässt sich nicht höher als etwa 70 Zentimeter aufschichten. Deshalb werden für die Lagerung des Sediments viele Flächen gebraucht.

Eine weitere Erkenntnis aus dem Projekt: Das Wasser, das durch die Zentrifugen aus dem Sediment geschleudert wurde, kann nach einer Filterung wieder in den Altmühlsee zurückgeleitet werden, berichtet Braun.

Sediment als Dünger für die Landwirtschaft

Einen Abschlussbericht wird es in einigen Monaten geben, wenn die Untersuchungsergebnisse der Universität Bayreuth und der Universität für Bodenkultur in Wien vorliegen. Die beiden Einrichtungen hatten den Pilotversuch wissenschaftlich begleitet. Anschließend will das Wasserwirtschaftsamt bewerten, ob es möglich wäre, die 800.000 Tonnen Sediment komplett aus dem Altmühlsee zu holen – und wie man es verwenden könnte.

„Wir gehen davon aus, dass das Material weiterhin landwirtschaftlich verwertbar ist. Aber wir analysieren auch weitere Verwertungswege, wie die als Einbringung als Rekultivierungsschicht oder den Einsatz als Ersatzbaustoff“, so Lea Braun.

Badebucht mit guter Wasserqualität wird geschaffen

Die Sedimententnahme ist nur eins von drei Pilotprojekten, die aktuell im See laufen. Ein anderer Versuch soll zeigen, wie sich Wasserpflanzen – sozusagen als Nahrungskonkurrenten – auf die Blaualgenkonzentration auswirken. Dafür wurden hunderte Wasserpflanzen eingesetzt und durch Netze vor Gänsen und Fischen geschützt.

Außerdem entsteht am Strand von Schlungenhof eine 1,8 Hektar große Badebucht. Dort wird mithilfe von Folien ein Badebereich vom Rest des Sees abgetrennt. „Diesen Bereich kann man dann auch behandeln und dort eben auch für eine gute Wasserqualität sorgen, damit im Sommer auch die Badegäste bedenkenlos baden können“, erklärt Andreas Lebender.

So soll gewährleistet sein, dass den ganzen Sommer gebadet werden kann, auch wenn im Rest des Sees die Blaualgenkonzentration hoch ist. Eine Sofortmaßnahme. Denn der Kampf gegen die Blaualgen wird insgesamt mehrere Jahre dauern – und sehr viel Geld kosten.

 

Dir gefällt vielleicht

Zuckersteuer: Bis 1993 gab es sie schon – kommt sie nun wieder?

Wie KI-Fakes bestätigen, was wir sowieso schon glauben

Mondmission „Artemis 2“ ist erfolgreich ins All gestartet

Komet C/2026 A1 (MAPS): Bekommen wir „Osterkometen“ zu sehen?

Sorgen wegen Newcastle-Krankheit – Neue Fälle in Bayern

Diesen Artikel teilen
Facebook Twitter Whatsapp Whatsapp Link kopieren Drucken
Was denken Sie?
Liebe0
Traurig0
Glücklich0
Wütend0
Avatar-Foto
Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
Vorheriger Artikel Von Sherlock bis Sheldon: Warum autistische Figuren faszinieren
Nächster Artikel Passion zum Mitmachen: Lebendiger Leidensweg Jesu an Karfreitag
Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Letzte Beiträge

Zuckersteuer: Bis 1993 gab es sie schon – kommt sie nun wieder?
Wissen 2. April 2026
Warum Papier-Landkarten in Russland ein Comeback feiern
Netzwelt 2. April 2026
Lkw mit Schokolade geklaut: Kitkat-Memes mit ernstem Hintergrund
Wirtschaft 2. April 2026
Passion zum Mitmachen: Lebendiger Leidensweg Jesu an Karfreitag
Kultur 2. April 2026
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
© 1984-2025 WirtschaftsRundschau. Alle Rechte vorbehalten.
  • Meine Lesezeichen
  • Kontakt
  • Datenschutz
Welcome Back!

Sign in to your account


Lost your password?