Kundinnen und Kunden der Postbank und der Telekom müssen sich am morgigen Donnerstag auf Warnstreiks einstellen.
Postbank: 86 Filialen betroffen
Bei der Postbank sind die Beschäftigten in 86 Filialen zu Aktionen aufgerufen, heißt es von Verdi Bayern auf Nachfrage des Bayerischen Rundfunks. Die Gewerkschaft rechnet damit, dass viele der Filialen deshalb nicht öffnen. Das trifft auch Kundinnen und Kunden der Post, da das Geldhaus in vielen Filialen im Auftrag deren Service übernimmt. Allerdings sind in den Filialen noch etwa 30 Prozent der Beschäftigten verbeamtet und dürfen nicht streiken.
Die Warnstreiks werden laut Verdi am Samstag fortgesetzt. In der laufenden Tarifrunde bei der Postbank, die inzwischen zur Deutschen Bank gehört, fordert die Gewerkschaft für die bundesweit 9.000 Beschäftigten acht Prozent höhere Einkommen, mindestens aber 300 Euro mehr im Monat. Weiterverhandelt wird am 18. Mai in Frankfurt.
Aktionen auch bei der Telekom
Nach dem Auftakt in anderen Bundesländern kommt es jetzt auch bei der Telekom in Bayern zu ersten Warnstreiks in der Tarifrunde mit dem Konzern. Bayernweit sind mehrere Standorte betroffen; die Kundinnen und Kunden könnten die Folgen zu spüren bekommen: Verdi nennt eine schlechtere Erreichbarkeit, Verzögerungen im technischen Kundendienst oder beim Glasfaserausbau, und die Absage von vereinbarten Terminen.
Für die rund 60.000 Beschäftigten verschiedener Telekomgesellschaften fordert Verdi 6,6 Prozent und einen Mitgliederbonus von 660 Euro. Die Arbeitgeber haben bisher noch kein Angebot präsentiert. Die dritte Tarifverhandlungsrunde ist für den 11. und 12. Mai 2026 angesetzt.

