Die größte Überraschung: Miranda trägt zwar immer noch Prada, aber sie ist bei weitem nicht mehr so teuflisch. Mit der digitalen Modewelt, mit Body Positivity und Wokeness kann sie nichts anfangen. Gleichzeitig weiß sie sehr genau, woran sie festhält: an der Schönheit. Und so ist der Film zwar gut eingebettet in die neue Medienrealität, bleibt aber doch eine Komödie aus der Welt der Luxusgüter.
Meryl Streep als strauchelnde Teufelin
Den Veränderungen der Welt setzt der Film jede Menge Nostalgie entgegen – mit vielen Bezügen zum ersten Teil, Andys azurblauer Strickpullover taucht wieder auf, Madonnas Vogue ertönt, Heidi Klum hat wieder einen Cameo-Auftritt. Überhaupt bietet „Der Teufel trägt Prada 2“ eine ganze Parade prominenter Gäste: Donatella Versace, Marc Jacobs, Ashley Graham, Jon Batiste, Naomi Campbell, Lady Gaga und viele andere. Von Lada Gaga stammt auch das Titellied des Films: „Runway“.
Der Film hat keine Angst vor Kitsch und unrealistischen Handlungsvolten, die Dialoge sind pointiert und witzig, das Setting ist glatt und luxuriös und natürlich gibt es ein Happy End. Damit ist alles genau so, wie man sich das für einen Unterhaltungsfilm wünscht. Selbst Andys wahnwitzig langweilige Liebesgeschichte ist letztlich perfekt: denn in diesem Film geht es nicht um private Zweisamkeit. Sondern um Mode und beruflichen Erfolg.
„Der Teufel Trägt Prada 2“: Ab 30. April im Kino.

