WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
  • Home
  • Wirtschaft
    Wirtschaft
    Die Kategorie „Wirtschaft“ in der WirtschaftsRundschau bietet umfassende Berichterstattung und Analysen zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen. Hier finden Leser aktuelle Informationen zu Finanzmärkten, Unternehmensentwicklungen, Wirtschaftspolitik…
    Mehr laden
    Top Schlagzeilen
    Tupperware ist insolvent: Was bedeutet das für die Kunden?
    18. September 2024
    Schaeffler: Arbeitsplätze durch Fusion mit Vitesco in Gefahr?
    12. Juni 2024
    DAX, Gold, Bitcoin: Alles auf Rekordhoch – Wie kann das sein?
    29. Mai 2024
    Neuste Schlagzeilen
    Büros in Wohnungen umbauen: Ein Beispiel zeigt, wie das geht
    14. Mai 2026
    Amazon Prime Video: Geld zurück per Sammelklage – so geht es
    15. Mai 2026
    Debatte über Steuerreform: Das sind die wichtigsten Begriffe
    15. Mai 2026
    Der Staat als Panzerbauer? Debatte um Einstieg bei KNDS
    15. Mai 2026
  • Netzwelt
    NetzweltMehr laden
    Wie der „Paulanergarten“ zum Internet-Meme wurde
    8. Mai 2026
    Anatomie-Check per KI: So will Meta Kinder erkennen und sperren
    8. Mai 2026
    Den Anschluss verpasst? Wie man vom KI-Anfänger zum Profi wird
    7. Mai 2026
    EU will KI für Missbrauch-Deepfakes verbieten
    7. Mai 2026
    USB-C-Kabel: Welches brauche ich jetzt wirklich?
    7. Mai 2026
  • Wissen
    WissenMehr laden
    Wie geht es dem Igel? LBV ruft zum Melden auf
    15. Mai 2026
    Zu viele Honigbienen in der Stadt? Wildbienen unter Druck
    12. Mai 2026
    Frühling im Garten: Wie man Pflanzen im Beet vor Frost schützt
    12. Mai 2026
    Forscher warnen: Das größte Erbe der Menschheit wird Müll sein
    11. Mai 2026
    Experten kritisieren Planung zu H2-Ready-Gaskraftwerken
    11. Mai 2026
  • Kultur
    KulturMehr laden
    Feministische Kunstpionierin Valie Export mit 85 gestorben
    15. Mai 2026
    Würge-Song und 90er-Ballade: Diese Länder stehen im ESC-Finale
    15. Mai 2026
    Von Beethoven bis Taylor Swift – Ausstellung „Genie, Idol, Star“
    14. Mai 2026
    Erster Akt im ESC-Spektakel: Hoffnung für Sarah Engels in Wien
    13. Mai 2026
    Ein Superstar ganz ohne Allüren: Senta Berger wird 85
    13. Mai 2026
  • Lesezeichen
Gerade: „Man macht da viel kaputt“: Ist der ESC nur noch „Klamauk“?
Teilen
Benachrichtigungen
Schriftgröße ändernAa
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
Schriftgröße ändernAa
  • Wirtschaft
  • Wissen
  • Kultur
  • Netzwelt
  • Home
  • Wirtschaft
  • Netzwelt
  • Wissen
  • Kultur
  • Lesezeichen
WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > „Man macht da viel kaputt“: Ist der ESC nur noch „Klamauk“?
Kultur

„Man macht da viel kaputt“: Ist der ESC nur noch „Klamauk“?

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 15. Mai 2026 08:47
Von Uta Schröder
Teilen
5 min. Lesezeit
Teilen

 

„Mir sind in den letzten Jahren ein paar Dinge aufgefallen, wo ich sage, die gefallen mir nicht“, so der Bundesvorsitzende der Freien Wähler und bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger kürzlich bei „Hart aber fair“ im Ersten [externer Link] zu seinen Eindrücken vom ESC: „Man macht da viel kaputt. Ein Beispiel war Conchita Wurst [Kunstname des österreichischen ESC-Teilnehmers von 2014, Tom Neuwirth] und Ähnliches. Ich glaube, dass da das Musikalische verloren geht und immer mehr der Klamauk in den Vordergrund gerückt wurde und dadurch der Normalbürger nicht mehr so viel damit anfangen kann.“ Zur „Völkerverständigung“ trage der ESC nicht mehr bei: „Wenn der ESC die Demokratie retten müsste, wäre es traurig.“

Inhaltsübersicht
Ungarn kritisierte „kreischende Transvestiten und bärtige Frauen“Russland setzte auf Konkurrenz-ShowNoam Bettan gehört zum FavoritenkreisPolitische Songs gab es durchaus

Ungarn kritisierte „kreischende Transvestiten und bärtige Frauen“

Dafür, dass ESC-Songs nach den offiziellen Richtlinien der European Broadcasting Union (EBU) [externer Link] weder politische, noch ideologische Botschaften enthalten dürfen, ist der Wettbewerb verblüffend umstritten. „Beleidigende, diskriminierende oder anderweitig unangemessene Inhalte“ sind ebenso wie „pornographische“ untersagt: „Generell sind Inhalte oder Verhaltensweisen, die die Integrität, den Ruf oder den unpolitischen Charakter des Wettbewerbs beeinträchtigen könnten, nicht gestattet.“

Umso erstaunlicher, wie viele Politiker sich über den Wettbewerb aufregen. Ungarn zum Beispiel nimmt seit 2020 nicht mehr am ESC teil, wobei sich Ex-Ministerpräsident Victor Orbán nicht zu den konkreten Gründen äußerte. Allerdings kämpfte er für „Familienwerte“ und ließ Gay-Pride-Paraden verbieten. Regierungsnahe Kommentatoren schimpften derweil über „kreischende Transvestiten und bärtige Frauen“ beim ESC und hielten die Veranstaltung für eine Gefahr für die psychische Gesundheit. Nach dem Regierungswechsel wird über eine Rückkehr Ungarns spekuliert, womöglich schon 2027.

Russland setzte auf Konkurrenz-Show

In Russland wurde mit dem einstigen Ostblock-Wettbewerb „Intervision“ im vergangenen Jahr eine Konkurrenzveranstaltung zum ESC neu belebt, auf der ebenfalls „traditionelle Werte“ hochgehalten werden sollen. Bei der ersten Ausgabe 2025 gewann der vietnamesische Teilnehmer Duc Phuc, der sich prompt herber Kritik wegen seines „übermäßig glamourösen“ Lebensstils ausgesetzt sah und verdächtigt wurde, eine „nicht-traditionelle“ sexuelle Orientierung zu haben.

Außenminister Sergej Lawrow sprach beim „Intervision“ im Unterschied zum ESC [externer Link] von „alternativen Ansätzen zur Bewahrung von Traditionen und nationaler Kultur sowie religiöser, spiritueller und moralischer Werte, die wir über Jahrhunderte und Jahrzehnte von unseren Vorfahren geerbt haben“.

Noam Bettan gehört zum Favoritenkreis

Die Teilnahme Israels am ESC wird dagegen eher im linken politischen Lager kritisiert. Spanien, Irland, die Niederlande, Slowenien und Island nehmen in diesem Jahr nicht teil, weil die dortigen TV-Verantwortlichen der Meinung sind, dass „kriegführende“ Länder vom Wettbewerb ausgeschlossen bleiben sollten. Unter dem Titel „No Music for Genocide“ hatten rund 2.000 Kreative, darunter Björk, Brian Eno und Paul Weller, einen Boykott Israels beim ESC gefordert [externer Link].

In der EBU hatte es im Vorfeld heftige Meinungsverschiedenheiten über das Thema gegeben, so hatten sich auch der belgische und skandinavische TV-Sender skeptisch gezeigt, was Israels Teilnahme betrifft. Sänger Noam Bettan („Michelle“) wird bei den Wettbüros gleichwohl zum Favoritenkreis gerechnet. Der Text seines Songs ist deutlich unpolitischer als die israelischen Beiträge der beiden vergangenen Jahre.

Politische Songs gab es durchaus

Ungeachtet der aktuell geltenden EBU-Regeln gab es beim ESC früher durchaus hochpolitische Auftritte, so etwa das Lied „1944“ der ukrainischen Sängerin Jamala beim Finale 2016 in Stockholm. Darin geht es um die Deportation von Krim-Tataren durch Stalin. Auch die armenische Band Genealogy bleibt mit dem brisanten Song „Face the Shadow“ von 2015 in Erinnerung. Er thematisierte das beharrliche Verschweigen des Völkermords an den Armeniern durch türkische Truppen während des Ersten Weltkriegs.

Ansichtssache, ob deutsche ESC-Songs in den letzten 70 Jahren auch mal politische Botschaften transportierten, etwa Nicoles Sieger-Lied „Ein bisschen Frieden“ von 1982, als in Europa die Nachrüstungs-Debatte tobte. Da war der Auftritt mit „Im Wartesaal zum großen Glück“ von Walter Andreas Schwarz beim allerersten ESC 1956 zweifellos ungleich heikler. Er sang von „Wänden aus Träumen“ gegen eine Wirklichkeit, die man in Deutschland „nicht sehr schätze“, eine deutliche Anspielung auf die Verdrängung der NS-Zeit in der Ära der Heimatfilme.

 

Dir gefällt vielleicht

Feministische Kunstpionierin Valie Export mit 85 gestorben

Würge-Song und 90er-Ballade: Diese Länder stehen im ESC-Finale

Von Beethoven bis Taylor Swift – Ausstellung „Genie, Idol, Star“

Erster Akt im ESC-Spektakel: Hoffnung für Sarah Engels in Wien

Ein Superstar ganz ohne Allüren: Senta Berger wird 85

Diesen Artikel teilen
Facebook Twitter Whatsapp Whatsapp Link kopieren Drucken
Was denken Sie?
Liebe0
Traurig0
Glücklich0
Wütend0
Avatar-Foto
Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
Vorheriger Artikel Von Beethoven bis Taylor Swift – Ausstellung „Genie, Idol, Star“
Nächster Artikel Wie geht es dem Igel? LBV ruft zum Melden auf
Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Letzte Beiträge

Feministische Kunstpionierin Valie Export mit 85 gestorben
Kultur 15. Mai 2026
Würge-Song und 90er-Ballade: Diese Länder stehen im ESC-Finale
Kultur 15. Mai 2026
Wie geht es dem Igel? LBV ruft zum Melden auf
Wissen 15. Mai 2026
Von Beethoven bis Taylor Swift – Ausstellung „Genie, Idol, Star“
Kultur 14. Mai 2026
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
© 1984-2025 WirtschaftsRundschau. Alle Rechte vorbehalten.
  • Meine Lesezeichen
  • Kontakt
  • Datenschutz
Welcome Back!

Sign in to your account


Lost your password?