Die Band Haindling hat ihre Tournee 2026 kurzfristig abgesagt. Die fünf Sommerkonzerte fallen ersatzlos aus, wie der Veranstalter mitteilte. Der Sänger und Gründer der Gruppe, Hans-Jürgen Buchner (81), sei erkrankt und habe sich in den vergangenen Tagen ärztlichen Behandlungen unterziehen müssen, hieß es. Sein behandelnder Arzt „schließe absolut“ aus, dass Buchner mit Haindling ab dem 28. Juni auf der Bühne stehen und fünf Konzerte in gewohnter Weise spielen kann.
Ticket-Rücktausch ist möglich
Das Interesse an den Konzerten sei sehr groß gewesen und Buchner habe aus den Auftritten im vergangenen Jahr viel Freude und Kraft gezogen, sagte Konzertmanager Lothar Schlessmann. Die Band sage die Konzerte in Kempten, Regensburg, Traunstein, München und Erlangen „schweren Herzens“ ab.
Die Tickets können den Angaben nach an den jeweiligen Vorverkaufsstellen oder Onlineportalen zurückgetauscht werden. Wegen einer schweren Erkrankung hatte er 2023 schon eine geplante Konzertreihe absagen müssen.
Multiinstrumentalist mit kritischem Geist
Buchner ist Songschreiber und Multiinstrumentalist. Das Klavierspielen „musste“ er lernen, wie er selbst sagt. Aber all die anderen zahllosen Instrumente, die Saxophone, Trompeten, Posaunen, Krumm- und Wildtierhörner, Trommeln, Gongs, Zithern und Daumenklaviere und etliches mehr, hat er sich selbst beigebracht.
Seine 1983 gegründete Band benannte er nach seinem Wohnort, dem Dorf Haindling, einem Ortsteil von Geiselhöring im Landkreis Straubing-Bogen. Der erste große Hit war die Nummer „Lang scho nimma g’sehn“. Bekannt sind auch Buchners Fernsehmelodien, etwa für die ZDF-Serie „Die Rosenheim-Cops“ oder für die BR-Produktionen „Irgendwie und Sowieso“, „Zur Freiheit“ und „Café Meineid“.
Als Künstler ist Buchner auch als kritischer Geist bekannt. Seit Jahrzehnten prangert er unter anderem die Umweltzerstörung an. Er habe schon vor 40 Jahren in seinen Liedern Themen angesprochen, „die jetzt noch brutaler zur Wahrheit geworden sind, als man sich das damals vorgestellt hat“, sagte er 2023 der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
Mit Informationen von dpa

