Das Rezept für das beliebte Slush-Eis ist simpel: Zerkleinertes Eis wird mit Zucker und Lebensmittelfarbstoffen versetzt, die ihm die typischen knalligen Farben verleihen. Dazu kommen noch Aromen für den Geschmack und eine Art Gefrierschutzmittel. Das senkt den Gefrierpunkt, wodurch das Eis seine typische halbgefrorene, matschige Konsistenz erhält und sich leichter zapfen lässt.
Und genau hier liegt das Problem: Viele Hersteller verwenden Glycerin als Gefrierschutzmittel. Der Lebensmittelzusatzstoff kann in größeren Mengen aber gesundheitliche Probleme verursachen. Vor allem Kinder, bei denen Slush-Eis besonders beliebt ist, können schnell zu viel davon aufnehmen. Was Eltern wissen müssen:
Glycerin kann Kopfschmerzen und Übelkeit auslösen
Glycerin ist für die Verwendung in aromatisierten Getränken zugelassen, eine festgelegte Höchstmenge gibt es nicht. Die Hersteller dürfen daher so viel verwenden, wie sie für nötig erachten. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) (externer Link) warnt vor zu viel Glycerin in Slush-Eis. Der Zusatzstoff stehe in Verbindung mit Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Benommenheit. Die entsprechenden Mengen könnten schon durch den Verzehr von Slush-Eis erreicht werden.
In der Medizin wird Glycerin zur Senkung eines erhöhten Hirndrucks eingesetzt. Konsumieren Personen mit normalem Hirndruck zu viel Glycerin, kann das den Druck zu weit absenken – was zu Kopfschmerzen führen kann. Im vergangenen Jahr sorgte ein Bericht (externer Link) von britischen Wissenschaftlern für Aufsehen, die davon berichteten, dass 21 Kinder zwischen zwei und sieben Jahren nach dem Konsum von Slush-Eis im Krankenhaus behandelt werden mussten.

