Er macht Hoffnung in Zeiten wirtschaftlicher Krisen: Nach sieben Jahren Pause ist der Bayerische Gründerpreis zurück. In der BMW Welt München wurden Unternehmen und Persönlichkeiten ausgezeichnet, die mit Innovation, Unternehmergeist und erfolgreichen Geschäftsmodellen Bayerns Wirtschaft mitgestalten. Ausgelobt wird der Preis vom Sparkassenverband Bayern unter der Schirmherrschaft des bayerischen Wirtschaftsministeriums. Preisgeld gibt es keines. Dafür etwas, das für Start-ups in wirtschaftlich schwierigen Zeiten oft noch wertvoller ist.
TigerShark Science gewinnt in der Kategorie Start-up
Der Gründerpreis in der Kategorie Start-up ging an die Würzburger TigerShark Science GmbH. Das Unternehmen entwickelt menschliche Hautmodelle für Forschung, Pharma- und Kosmetikindustrie. Ziel ist es, Tierversuche zu reduzieren.
Gegenüber dem Bayerischen Rundfunk betonte CEO Dr. Amelie Reigl die Bedeutung der Auszeichnung für junge Unternehmen. Die zusätzliche Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit komme genau zum richtigen Zeitpunkt, da das Unternehmen derzeit eine Finanzierungsrunde gestartet habe. Der Preis helfe dabei, das Unternehmen stärker in den Fokus möglicher Investoren zu rücken. Die Aufbruchstimmung, die vom Bayerischen Gründerpreis ausgehe und das angebotene Netzwerk seien wichtiger als Preisgeld.
Neben TigerShark Science waren auch die Peak Quantum GmbH aus Garching sowie die fiveD GmbH aus Erlangen für die Kategorie nominiert. Beide Unternehmen entwickeln Technologien für Zukunftsbranchen wie Quantencomputing und Radarsimulation.
Cosmema erhält Gründerpreis als Aufsteiger des Jahres
Als Aufsteiger wurde die Cosmema GmbH ausgezeichnet. Die Geschichte des Unternehmens begann während der Corona-Pandemie mit einer Idee im Kinderzimmer des Gründers. Wenige Jahre später zählt Cosmema zu den etablierten Anbietern für digitale Bürgerkommunikation. Das Unternehmen unterstützt nach eigenen Angaben inzwischen mehr als 900 Städte, Gemeinden und Landkreise bei der digitalen Kommunikation mit Bürgerinnen und Bürgern mit einer eigens entwickelten App.
Unternehmensnachfolge und Lebenswerk ausgezeichnet
In der Kategorie Nachfolge setzte sich die Apotheke am Bohlenplatz aus Erlangen durch. Das Führungsteam habe den Generationenwechsel erfolgreich gemeistert und die Spezialisierung auf die Augenheilkunde weiter ausgebaut, so die Begründung der Jury. Heute versorgt das Unternehmen Arztpraxen und Patientinnen und Patienten in ganz Deutschland mit Spezialrezepturen.
Den Preis für das Lebenswerk erhielt Christoph Mix von der Kräuter Mix GmbH. Gewürdigt wurde damit sein langjähriger Beitrag zur Entwicklung des Unternehmens sowie sein verantwortungsbewusstes und nachhaltiges Unternehmertum.
Bayerischer Rundfunk begleitet die Neuauflage des Gründerpreises
Über die Gewinner entschieden je nach Kategorie eine Fachjury und teilweise auch die Öffentlichkeit mittels Likes von Social Media-Beiträgen. Der Bayerische Rundfunk und die „Süddeutsche Zeitung“ sind Medienpartner des Bayerischen Gründerpreises.
Mit der Wiederbelebung des Gründerpreises will der Sparkassenverband Bayern nach eigenen Angaben ein Zeichen für Innovation, Unternehmensgründungen und erfolgreiche Unternehmensnachfolgen im Freistaat setzen. Er soll zukünftig wieder jährlich vergeben werden.

