WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
  • Home
  • Wirtschaft
    Wirtschaft
    Die Kategorie „Wirtschaft“ in der WirtschaftsRundschau bietet umfassende Berichterstattung und Analysen zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen. Hier finden Leser aktuelle Informationen zu Finanzmärkten, Unternehmensentwicklungen, Wirtschaftspolitik…
    Mehr laden
    Top Schlagzeilen
    Börsen-Ticker: DAX verliert, im Fokus Douglas und Aroundtown
    29. Mai 2024
    Nächste Förderrunde für Heizungstausch gestartet
    29. Mai 2024
    Unternehmen in Schieflage: Stadt Kelheim hilft Faserhersteller
    29. Mai 2024
    Neuste Schlagzeilen
    Bayerischer Gründerpreis 2026: Diese Unternehmen haben gewonnen
    21. Juli 2026
    Tanken im Urlaub – Darum ist es im Ausland meist billiger
    21. Juli 2026
    Umspannwerke – warum die Standort-Suche nicht immer einfach ist
    21. Juli 2026
    Ryanair: Fremdkörper wohl Ursache für Unfall mit Flugzeugfenster
    21. Juli 2026
  • Netzwelt
    NetzweltMehr laden
    Grenzen der KI: Warum Chatbots an Kalendertagen scheitern
    20. Juli 2026
    Endlosschleife Glasfaser: Schule online, Rathaus wartet
    20. Juli 2026
    Smart-Meter-Einbau: Viele falsche Stromrechnungen in Bayern
    17. Juli 2026
    Pokémon Go – Trainiert man als Spieler Kampfdrohnen?
    15. Juli 2026
    Sind WhatsApp-Benutzernamen ein Sicherheitsrisiko?
    14. Juli 2026
  • Wissen
    WissenMehr laden
    Belohnungen für gute Noten: Sinnvoll oder aus der Zeit gefallen?
    21. Juli 2026
    Wegovy als Abnehmpille: Wirksame Alternative zur Spritze?
    20. Juli 2026
    Studie: KI lässt Politiker glaubwürdiger klingen als sie selbst
    19. Juli 2026
    Alpensteinbock: Was Menschen von ihm lernen können
    19. Juli 2026
    Warum Asphalt, der Hitze aushält, kaum auf die Straße kommt
    19. Juli 2026
  • Kultur
    KulturMehr laden
    Keta & Krawall: Sind Drogen im Pop jetzt normal?
    20. Juli 2026
    „Im ZDF gegen das ZDF“: Hitziger Streit um Danger Dan-Ausladung
    19. Juli 2026
    Aus Schrift wird Bild: Die Kunst von Alexandra Grant in Nürnberg
    19. Juli 2026
    Shakira & Co.: Wird das WM-Finale zum Spektakel à la Super Bowl?
    19. Juli 2026
    Ist das noch kreativ? Der Erfolg von KI-Bands
    18. Juli 2026
  • Lesezeichen
Gerade: Blaualgen: Warum Experten künftig häufiger Warnungen erwarten
Teilen
Benachrichtigungen
Schriftgröße ändernAa
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
Schriftgröße ändernAa
  • Wirtschaft
  • Wissen
  • Kultur
  • Netzwelt
  • Home
  • Wirtschaft
  • Netzwelt
  • Wissen
  • Kultur
  • Lesezeichen
WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Blaualgen: Warum Experten künftig häufiger Warnungen erwarten
Wissen

Blaualgen: Warum Experten künftig häufiger Warnungen erwarten

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 20. Juli 2026 17:47
Von Michael Farber
Teilen
6 min. Lesezeit
Teilen

 

Nach Angaben des Landratsamt Kelheim wurden bei Wasserproben aus der Donau Cyanobakterien, auch Blaualgen genannt, nachgewiesen. Hinweise auf ein massenhaftes Vorkommen giftbildender Arten gebe es allerdings nicht. Einen Zusammenhang mit den Erkrankungen von zwei Menschen und mehreren Hunden schließt die Behörde dennoch nicht aus. Das Gesundheitsamt empfiehlt deshalb vorerst nicht in der Donau zu baden oder zu schwimmen. Anderen Landratsämtern entlang der Donau – etwa in Neuburg, Straubing, Deggendorf und Passau – sind auf BR-Nachfrage bislang keine vergleichbaren Krankheitsfälle bekannt.

Inhaltsübersicht
Warum Cyanobakterien gefährlich sein könnenWarnung vor Blaualgen in Flüssen ungewöhnlichKlimawandel schafft günstigere BedingungenNicht jede Blaualge ist sichtbar und gefährlichBekämpfung ist nur langfristig möglichNicht nur Cyanobakterien können krank machenWie schützen sich Mensch und Tier

Warum Cyanobakterien gefährlich sein können

Nicht jede Cyanobakterien-Art produziert Giftstoffe. Einige Arten bilden jedoch sogenannte Cyanotoxine, die bei Menschen und Tieren gesundheitliche Beschwerden auslösen können. Dazu gehören Hautausschläge, Übelkeit, Durchfall, Atemnot oder Muskelkrämpfe. Besonders riskant ist es, wenn belastetes Wasser verschluckt wird oder Giftstoffe über die Schleimhäute aufgenommen werden. Vor allem Kleinkinder gelten deshalb als gefährdet, weil sie häufig im flachen Wasser spielen, dabei auch Steine oder Sand in den Mund stecken.

Für Hunde können bereits geringe Mengen lebensgefährlich sein. Sie trinken aus flachen Uferbereichen oder lecken Steine und Wasserpflanzen ab. Erste Warnzeichen für eine mögliche Vergiftung sind laut Deutscher Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) starker Speichelfluss, Zittern oder Krämpfe. Dann sollten Tierhalter umgehend einen Tierarzt aufsuchen.

Warnung vor Blaualgen in Flüssen ungewöhnlich

Warnungen wegen Cyanobakterien sind bislang vor allem von Seen und Weihern bekannt. Dort können sich die Bakterien bei sommerlichen Temperaturen stark vermehren und die typischen grünlichen Algenblüten bilden. Seit Juni gab es an mehreren Badeseen in Bayern entsprechende Warnungen, unter anderem am Bodensee bei Lindau. Dass nun auch für einen Fluss wegen eines möglichen Zusammenhangs mit Cyanobakterien vom Baden abgeraten wird, ist dagegen ungewöhnlich. Nach Einschätzung von Forschern der Technischen Universität München könnte das künftig häufiger vorkommen.

Klimawandel schafft günstigere Bedingungen

Am Lehrstuhl für aquatische Systembiologie der TU München untersucht das Team um Prof. Jürgen Geist seit Jahren, wie sich der Klimawandel auf Gewässer und die Verbreitung von Cyanobakterien auswirkt. Der Nachweis der Bakterien in der Donau überrascht die Wissenschaftler deshalb nicht. Steigende Wassertemperaturen verlängern die Vegetationsperiode der Mikroorganismen. Gleichzeitig führen längere Hitzephasen, niedrigere Wasserstände und eine geringere Durchmischung zu Bedingungen, unter denen sich Cyanobakterien leichter ausbreiten können. Solche Bedingungen treten inzwischen auch in Flüssen häufiger auf.

Nicht jede Blaualge ist sichtbar und gefährlich

Die Forscher unterscheiden grundsätzlich zwischen zwei Gruppen von Cyanobakterien. Planktische Arten schweben frei im Wasser und verursachen die bekannte grünliche Algenblüte, die Badende meist leicht erkennen können. Daneben gibt es benthische Cyanobakterien. Sie wachsen auf Steinen, Kies oder Wasserpflanzen und bleiben deshalb oft unbemerkt. Einige dieser Arten können hochgiftig sein und sind insbesondere für Hunde lebensgefährlich, weil sie am Ufer trinken oder Steine und Pflanzen ablecken. Hinzu kommt: Selbst wenn Cyanobakterien sichtbar sind, bedeutet das nicht automatisch, dass Giftstoffe vorhanden sind. Umgekehrt können bereit kleine Bestände hochtoxisch sein. Ob von einem Gewässer tatsächlich eine Gefahr ausgeht, lässt sich deshalb mit bloßem Auge oft nicht beurteilen.

Bekämpfung ist nur langfristig möglich

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Umwelt (LfU) benötigen Cyanobakterien vor allem Sonnenlicht sowie Nährstoffe wie Phosphor und Stickstoff. Besonders nährstoffreiche Gewässer begünstigen deshalb ihre Ausbreitung. Die nachhaltige Reduzierung der Nährstoffeinträge stelle daher die einzige brauchbare Möglichkeit zur Eindämmung des Wachstums dar, so das LfU. Aus Sicht der Wissenschaftler der TU reicht das allein jedoch nicht aus. Die Gewässer müssten als funktionierende Systeme erhalten werden. Dazu gehören möglichst naturnahe Flussverläufe mit wenigen Staubereichen, sowie Maßnahmen, die einer weiteren Erwärmung der Gewässer entgegenwirken.

Nicht nur Cyanobakterien können krank machen

Auch unabhängig von Cyanobakterien bleibt das Baden in Seen und Flüssen mit gesundheitlichen Risiken verbunden. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit stellen vor allem Durchfallerreger eine häufige Gefahr dar. Sie gelangen unter anderem durch Fäkalien ins Wasser, verstärkt nach Starkregenereignissen. Warme Temperaturen und Trockenheit hätten dagegen meist keine negativen Auswirkungen auf die hygienisch-mikrobiologische Qualität der Badewässer, so das LGL.

Wie schützen sich Mensch und Tier

Neben dem naheliegenden Hinweis, entsprechende Badeverbote zu beachten, rät das LGL bei grünlich oder rot trübem Wasser sowie bei sichtbaren Schlieren oder Belägen auf der Wasseroberfläche nicht zu baden, Hautkontakt zu vermeiden. Besonders Kinder sollten sich dann nicht im Wasser aufhalten.

Eine weitere, einfache Prüf-Variante des LGL: Langsam knietief ins Wasser gehen, ohne das Sediment aufzuwirbeln. Wenn die Füße nicht zu sehen sind, nicht baden. Prof. Jürgen Geist von der TU München weist allerdings darauf hin, dass sich insbesondere benthische Cyanobakterien mit bloßem Auge häufig gar nicht erkennen lassen. Eine Sichtprüfung allein könne deshalb keine Entwarnung geben. Gerade deshalb sollten Warnungen der Behörden ernstgenommen und Vorsichtsmaßnahmen konsequent beachtet werden.

 

Dir gefällt vielleicht

Belohnungen für gute Noten: Sinnvoll oder aus der Zeit gefallen?

Wegovy als Abnehmpille: Wirksame Alternative zur Spritze?

Studie: KI lässt Politiker glaubwürdiger klingen als sie selbst

Alpensteinbock: Was Menschen von ihm lernen können

Warum Asphalt, der Hitze aushält, kaum auf die Straße kommt

Diesen Artikel teilen
Facebook Twitter Whatsapp Whatsapp Link kopieren Drucken
Was denken Sie?
Liebe0
Traurig0
Glücklich0
Wütend0
Avatar-Foto
Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
Vorheriger Artikel Das leistet moderner Sexualkundeunterricht
Nächster Artikel Peter-Pan-Effekt: Will heutzutage keiner mehr erwachsen werden?
Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Letzte Beiträge

Bayerischer Gründerpreis 2026: Diese Unternehmen haben gewonnen
Wirtschaft 21. Juli 2026
Belohnungen für gute Noten: Sinnvoll oder aus der Zeit gefallen?
Wissen 21. Juli 2026
Tanken im Urlaub – Darum ist es im Ausland meist billiger
Wirtschaft 21. Juli 2026
Grenzen der KI: Warum Chatbots an Kalendertagen scheitern
Netzwelt 20. Juli 2026
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
© 1984-2025 WirtschaftsRundschau. Alle Rechte vorbehalten.
  • Meine Lesezeichen
  • Kontakt
  • Datenschutz
Welcome Back!

Sign in to your account


Lost your password?