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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Kredite, Zoll und Sparfuchs-Tipps: Das ändert sich im November
Wirtschaft

Kredite, Zoll und Sparfuchs-Tipps: Das ändert sich im November

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 2. November 2026 08:47
Von Christin Freitag
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4 min. Lesezeit
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Im November ist zwar noch nicht Weihnachten, trotzdem gibt es jede Menge schöne Neuigkeiten für Verbraucherinnen und Verbraucher. Vor allem beim Einkaufen auf Raten, bei Online-Bestellungen aus Nicht-EU-Ländern und rund um Versicherungen. Dazu kommt der Start in die Weihnachtszeit mit ersten Märkten in Bayern und wichtigen Tipps für alle, die Schnäppchen lieben.

Inhaltsübersicht
Neue Regeln für Kredite und RatenkäufeDiese drei Dinge sind gut zu wissen:Online-Bestellungen aus Drittstaaten: Neue EU-GebührWeihnachts-Shopping: Wann Geschenke am günstigsten sindWas sonst noch wichtig wird:

Neue Regeln für Kredite und Ratenkäufe

Ab dem 20. November gilt in Deutschland das reformierte Verbraucherkreditrecht. Grundlage ist die EU-Verbraucherkreditrichtlinie „CCD II“, die der Bundestag im April 2026 in deutsches Recht umgesetzt hat. Die Regeln gelten für alle neuen Verbraucherkreditverträge, die ab diesem Datum abgeschlossen werden. Das Wichtigste daran: Unter den Begriff „Verbraucherkredit“ fallen künftig noch mehr Zahlungsmodelle als bisher.

Dazu gehören Angebote wie „Buy now, pay later„, genau wie Kleinkredite unter 200 Euro und zinslose Finanzierungen. Das alles findet sich oft beim Online-Shopping. Für Verbraucher bedeutet das zuallererst mehr Schutz: Ihre Kreditwürdigkeit muss strenger geprüft werden. Das heißt aber auch, dass bei all diesen Zahlungsmodellen eine Bonitätsprüfung vorgenommen werden muss.

Diese drei Dinge sind gut zu wissen:

  • Besonders sensible Daten wie Gesundheits- oder Social-Media-Daten sind im Scoring explizit tabu.
  • Bei automatisierten Entscheidungen können Kundinnen und Kunden eine menschliche Überprüfung verlangen.
  • Wer in Zahlungsschwierigkeiten gerät, hat Anspruch darauf, dass Banken zunächst Lösungen wie Stundung oder Umschuldung prüfen, bevor gekündigt wird.

Unternehmen müssen außerdem ihre Verträge, AGB und Checkout-Prozesse anpassen: Informationen zu Kosten, Laufzeit, Raten, Zahlungsverzug und Widerrufsrecht müssen rechtzeitig und verständlich bereitgestellt werden, Finanzierungsverträge sind mindestens in Textform abzuschließen. Für die Kundschaft heißt das jetzt vermutlich erstmal, viele aktualisierte AGB zu bestätigen. Vielleicht eine gute Gelegenheit, um nie genutzte Accounts zu löschen?

Online-Bestellungen aus Drittstaaten: Neue EU-Gebühr

Wer bei Plattformen wie Temu, Shein oder US-Shops bestellt, muss ab dem 1. November mit höheren Zusatzkosten rechnen. Dann tritt eine EU-weit einheitliche „Union Handling Fee“ in Kraft: Für jede Warengruppe in einer Sendung aus Nicht-EU-Ländern wird eine Bearbeitungsgebühr von zwei Euro fällig.

Die Gebühr bezahlen zwar formal die Marktplätze als „fiktive Einführer“, diese dürfen die Kosten aber an Kundinnen und Kunden weitergeben – etwa als separaten Posten im Warenkorb. Die Maßnahme ist Teil einer umfassenden EU-Zollreform: Die bisherige Zollfreigrenze bis 150 Euro wird schrittweise abgeschafft. Für Verbraucherinnen und Verbraucher können gerade Bestellungen mit vielen kleinen Artikeln deutlich teurer werden. Seit dem 1. Juli gilt bereits eine pauschale Zollabgabe von drei Euro je Warengruppe.

Weihnachts-Shopping: Wann Geschenke am günstigsten sind

Wer bei Weihnachtsgeschenken sparen will, hat im November gute Schnäppchen-Chancen. Auswertungen des Preisvergleichsportals guenstiger.de zeigen: Ende November fallen die Preise in vielen Kategorien deutlich – getrieben vor allem von den Rabattaktionen rund um den Black Friday.

Laut dem Portal erreichten im vergangenen Jahr 47 Prozent der untersuchten Produkte im November ihren Jahrestiefststand. Wer flexibel ist, kann teure Anschaffungen also auf die Aktionswochen Ende November legen.

Was sonst noch wichtig wird:

  • Kfz-Versicherung zu teuer? Stichtag zum Wechseln ist der 30. November.
  • Historische Weihnachtsmärkte (externer Link) im Freistaat starten. Zum Beispiel am Schloss Kronburg im Allgäu oder das Weihnachtsdorf im Kaiserhof der Münchner Residenz, genauso wie Schloss Guteneck in der Oberpfalz und der Reiterlesmarkt in Rothenburg ob der Tauber.
  • Fest- und Feiertage: Sonntag, der 1.11., Allerheiligen; Montag, der 2.11., Allerseelen; Mittwoch, der 11.11., Sankt Martin; Mittwoch, der 18.11., Buß- und Bettag; Sonntag, 22.11., Totensonntag; Sonntag, der 29.11., 1. Advent.
  • Herbstferien: Letzter Schultag ist der 30.10., die Schule beginnt wieder am 9.11.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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