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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Katholiken-Komitee kritisiert AfD als „brutal christenfeindlich“
Kultur

Katholiken-Komitee kritisiert AfD als „brutal christenfeindlich“

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 30. April 2026 10:47
Von Uta Schröder
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3 min. Lesezeit
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Eine Warnung vor der AfD, Kritik am Papst, eine Missbilligung von Bischofsseite – bei der Mitgliederversammlung des Landeskomitees der Katholiken in Bayern sind in Augsburg am Wochenende deutliche Worte gefallen.

Inhaltsübersicht
Landeskomitee warnt vor AfD-Angriffen auf KirchenKatholiken-Komitee will Arbeit für Demokratie stärkenKritik an Äußerungen von Papst Leo XIV. zur Homo-SegnungKlerikalismus „ein Armutszeugnis“

Landeskomitee warnt vor AfD-Angriffen auf Kirchen

Der Vorsitzende des Landeskomitees, Christian Gärtner, äußerte scharfe Kritik an der AfD: Die Partei sei „brutal kirchen- und christentumsfeindlich“. Sie brauche das Christentum nur als einen „aufgeblasenen Ballon“, nach dem Motto: „Wir verteidigen das christliche Abendland“. Wenn es aber konkret werde, werde die Kirche als „Regenbogen-Kirche“ diffamiert, ergänzte Gärtner.

Katholiken-Komitee will Arbeit für Demokratie stärken

Auch gebe es aus der Partei Bestrebungen, die Kirchensteuer und Staatsleistungen für die Kirche abzuschaffen. „Und da müssen wir aufpassen.“ Gärtner zeigte sich besorgt über den AfD-Wahlerfolg bei der bayerischen Kommunalwahl im März 2026, denn nun säßen in den Gremien deutlich mehr AfD-Abgeordnete als zuvor. Ihn treibe die Sorge um, wie dort künftig Debatten liefen. „Wir wollen die Leute fitmachen, wie sie damit umgehen können.“ Das Landeskomitee werde dazu verstärkt mit dem Kompetenzzentrum Demokratie und Menschenwürde der Katholischen Kirche Bayern zusammenarbeiten.

Kritik an Äußerungen von Papst Leo XIV. zur Homo-Segnung

Als Festredner monierte der ehemalige ZDF-Chefredakteur und Katholik Peter Frey die jüngste Kritik von Papst Leo XIV. an der Erlaubnis von förmlichen Segnungen für nicht kirchlich verheiratete Paare in deutschen Bistümern. Er sei irritiert. Der Papst habe Homosexuelle in einem Atemzug mit anderen Personen in „irregulären Situationen“ genannt, offenbar Geschiedene und Wiederverheiratete. „Ich finde, er tut damit vielen Unrecht.“

Frey fügte hinzu: „Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung in homosexuellen Partnerschaften leben, den Segen zu verweigern, sie mit anderen verbal zu diskriminieren, steht für mich nicht im Einklang mit der Botschaft von einem Gott, der alle so liebt, wie er sie geschaffen hat.“

Klerikalismus „ein Armutszeugnis“

Der Augsburger Bischof Bertram Meier geißelte Klerikalismus in der Kirche. Dieses Phänomen, also eine autoritär-überlegene Position von Geistlichen gegenüber Laien, nannte Meier „ein Armutszeugnis“. Klerikalismus biete keine zukunftsfähige Vision für die Kirche. „Ich bin dankbar, dass wir die Synodalität in der Kirche neu entdecken und immer konsequenter praktizieren“, so Meier. „In diese Richtung müssen wir weitermachen!“ Das Landeskomitee sei unverzichtbar. Ähnlich äußerte sich der Münchner Kardinal Reinhard Marx. Er sandte der Versammlung ein Grußwort per Video. Er sei dankbar für das Landeskomitee, das die Präsenz der Kirche stärke.

Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern ist das höchste katholische Laiengremium im Freistaat. Es tagte am Freitag und Samstag in Augsburg zum Thema „75 Jahre Landeskomitee – Wie geht Kirche im säkularen Staat?“

Mit Informationen von KNA und EPD

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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