Großes Kino in Nürnberg – für die Hollywood-Produktion „The Uprising – Für die Freihet“ hat Nürnberg passende Drehorte geliefert. Am 10. September kommt der Historienepos in die deutschen Kinos. Zuvor wurde er in Nürnberg schon gezeigt. Der Film führt sein Publikum mitten hinein in ein düsteres 14. Jahrhundert.
Ein Historien-Epos über den Bauernaufstand in England
England im Jahr 1381: Eine verheerende Pestepidemie hat das Land ausgelaugt. Die Menschen leiden unter einer erdrückenden Steuerlast und sozialer Ungerechtigkeit. Die Wut über die tyrannische Herrschaft des erst 14-jährigen Königs Richard II. wächst. Es kommt zum größten Bauernaufstand des Mittelalters, der in London blutig niedergeschlagen wird.
Diese historische Grundlage inspirierte Hollywood-Regisseur Paul Greengrass, die Geschichte des einfachen Bauern Ploughman – dargestellt von Andrew Garfield – zu erzählen. Er schließt sich einer Gruppe von Rebellen an, die das Volk zum Widerstand gegen die Krone aufrufen. Sie hoffen auf Freiheit. In düsteren, Aktion geladenen, blutrünstigen Bildern ist ein Blockbuster entstanden, der im vergangenen Herbst überwiegend in der Nürnberger Altstadt gedreht wurde.
Dreharbeiten in Nürnberg und Franken
Der Film Fernsehfond Bayern hat diese Hollywood-Produktion mit zwei Millionen Euro gefördert und diese Förderung an die Bedingung geknüpft, den Film vollständig in Bayern zu drehen.
Entstanden ist diese US-amerikanische-britisch-deutsche Coproduktion in den Münchner Penzing Studios, im Fränkischen Freilandmuseum in Bad Windsheim, auf der Festung Lichtenau bei Ansbach, aber überwiegend in der Altstadt von Nürnberg.
Wochenlag hat die Filmcrew unter strengster Abschirmung vor allem in und um die Sebalduskirche gedreht. 19 Tage lang sei die Filmcrew geblieben, erinnert sich Stadtpfarrer Martin Bros. Sie sei „schockverliebt“ in den Drehort gewesen, erzählt er BR24 am Montagabend nach der Preview im Nürnberger Cinecittà.
Lob für hervorragende Drehbedingungen
In einer Videobotschaft aus Los Angeles bei der Preview lobte Regisseur Paul Greengrass die hervorragende Zusammenarbeit bei dem herausfordernden Dreh mit rund 5.000 Komparsen und bedankte sich namentlich bei dem evangelischen Stadtpfarrer Martin Brons – der übrigens in einer Miniszene als Schreiberling zu sehen ist – und beim Oberbürgermeister von Nürnberg Marcus König (CSU).
Mit Berlind Bernemann hat die Stadt Nürnberg eine eigene Filmansprechpartnerin, die für die Hollywood-Crew eine große Hilfe war. Noch nie hat sie davor so eine umfangreiche Filmproduktion in der Stadt gehabt: tagelang gesperrte Straßen und Plätze, das Pferdelager im Burggraben, der Kostümfundus in der Egidienkirche, ausgebuchte Hotels.
Jubel nach Preview
Nach der Preview haben alle gejubelt, denn Nürnberg ist in dem Kinofilm deutlich erkennbar. Das sei unbezahlbare Werbung für Nürnberg als großartige Filmkulisse, sagte Oberbürgermeister König. Jetzt muss dieser Blockbuster nur noch erfolgreich in den Kinos laufen, damit dieser „Hollywood-Effekt“ keine einmalige Gelegenheit bleibt. Denn Nürnberg wünscht sich weitere Kinoproduktionen dieser Art und steht mit der eigenen Filmbeauftragen mit Rat und Tat zur Verfügung. Es hieß, es deute sich etwas an in diese Richtung, das sei aber noch nicht spruchreif.

