WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
  • Home
  • Wirtschaft
    Wirtschaft
    Die Kategorie „Wirtschaft“ in der WirtschaftsRundschau bietet umfassende Berichterstattung und Analysen zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen. Hier finden Leser aktuelle Informationen zu Finanzmärkten, Unternehmensentwicklungen, Wirtschaftspolitik…
    Mehr laden
    Top Schlagzeilen
    Tupperware ist insolvent: Was bedeutet das für die Kunden?
    18. September 2024
    Schaeffler: Arbeitsplätze durch Fusion mit Vitesco in Gefahr?
    12. Juni 2024
    DAX, Gold, Bitcoin: Alles auf Rekordhoch – Wie kann das sein?
    29. Mai 2024
    Neuste Schlagzeilen
    Bayerischer Krankenhausgipfel: „Rote Karte“ für Sparpläne
    16. Juni 2026
    Rechte von Fluggästen: Das soll sich ändern
    16. Juni 2026
    Deutsche Wirtschaft abgehängt: US-Dominanz dank Tech-Giganten
    16. Juni 2026
    Beamte in die Rentenversicherung? Was es bringt – und was nicht
    16. Juni 2026
  • Netzwelt
    NetzweltMehr laden
    USA killen die weltbeste KI – was jetzt?
    16. Juni 2026
    KI-Song über Wal Timmy wird zum Hit – schafft er es zur Wiesn?
    16. Juni 2026
    „Tooooooor“: Warum jubelt der Nachbar beim WM-Schauen früher?
    16. Juni 2026
    Wenn KI Bairisch lernt: Dialekte als Datenschatz
    16. Juni 2026
    Umstellung für Sparkassenkunden: App S-ID-Check wird eingestellt
    14. Juni 2026
  • Wissen
    WissenMehr laden
    Gewitter-Asthma: Risikofaktoren Heuschnupfen und Unwetter
    16. Juni 2026
    Kultusministerium: Störsender gegen KI-Schummelei nicht zulässig
    16. Juni 2026
    Bildungsbericht: Ungleiche Chancen entstehen vor der Einschulung
    15. Juni 2026
    Starker Anstieg der Demenzfälle in Bayern erwartet
    15. Juni 2026
    Vierter Versuch: Rakete von Isar Aerospace soll am Abend starten
    15. Juni 2026
  • Kultur
    KulturMehr laden
    „Sechswochenamt“: Preisgekröntes Kinodebüt über Trauerarbeit
    16. Juni 2026
    Jazzpianist Abdullah Ibrahim ist gestorben
    16. Juni 2026
    Bayreuther Festspiele: Wirbel um verschobenes Gedenk-Konzert
    16. Juni 2026
    Wie Olivia Rodrigo die Popwelt erobert
    16. Juni 2026
    „Alf“-Serienmutter Anne Schedeen ist tot
    15. Juni 2026
  • Lesezeichen
Gerade: Europa und KI: Es wird Zeit für ein digitales Apollo-Programm
Teilen
Benachrichtigungen
Schriftgröße ändernAa
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
Schriftgröße ändernAa
  • Wirtschaft
  • Wissen
  • Kultur
  • Netzwelt
  • Home
  • Wirtschaft
  • Netzwelt
  • Wissen
  • Kultur
  • Lesezeichen
WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Netzwelt > Europa und KI: Es wird Zeit für ein digitales Apollo-Programm
Netzwelt

Europa und KI: Es wird Zeit für ein digitales Apollo-Programm

Benjamin Lehmann
Zuletzt aktualisert 16. Juni 2026 15:47
Von Benjamin Lehmann
Teilen
3 min. Lesezeit
Teilen

 

Stellen Sie sich vor, Sie wachen morgens auf und Ihr Laptop geht nicht an, weil Washington gesagt hat, dass Sie Windows nicht mehr nutzen dürfen. Klingt absurd? Ist es nicht.

Inhaltsübersicht
US-Exportsperre stoppt KI-ModellEuropas KI-Dilemma: Abhängigkeit wächstWarum Europas Zaudern uns zum Bittsteller machtTechnologiepolitik ist Zukunftspolitik

US-Exportsperre stoppt KI-Modell

Die US-Regierung hat für die leistungsfähigsten KI-Modelle der Firma Anthropic Exportbeschränkungen verhängt. Damit ist der europäischen KI-Hoffnung mit dem mächtigen und bekannten Modell Claude der Stecker gezogen. Das Unternehmen reagierte, indem es seine spektakulärste Neuentwicklung vorerst komplett vom Netz nahm. Unternehmen, Forschern, Entwicklern, aber auch ganz normalen Bürgern, die mit den Systemen nur ein bisschen herumspielen wollten, wurde über Nacht der KI-Teppich unter den Füßen weggezogen.

Warum genau? Darüber wird noch gestritten. Die offizielle Begründung lautet: nationale Sicherheit. Ob dahinter tatsächlich Sicherheitsbedenken stehen oder politische Machtspiele, ist letztlich aber egal.

Europas KI-Dilemma: Abhängigkeit wächst

Viel wichtiger ist eine andere Frage: Warum kann Europa bei einer der wichtigsten Technologien des 21. Jahrhunderts überhaupt so einfach der Stecker gezogen werden? Und warum wird das in der deutschen Politik und Öffentlichkeit kaum wahrgenommen? Dabei müsste das eigentlich ein Weckruf sein. Mal wieder. Denn wenn es Europa an einem nicht mangelt, dann sind es Weckrufe – an leistungsfähigen KI-Modellen hingegen mangelt es durchaus.

Die Anthropic-Sperre zeigt etwas, das in Sonntagsreden über „digitale Souveränität“ gerne untergeht: Wer die Technologie kontrolliert, kontrolliert am Ende auch den Zugang zu ihr. Und Europa kontrolliert bei KI derzeit so ziemlich gar nichts. Anstatt endlich mal darüber zu diskutieren, wie man eigene Modelle, eigene Rechenzentren und eine eigene digitale Infrastruktur aufbaut, diskutieren wir hierzulande lieber darüber, ob der Digitalminister zu viel KI in seinen Texten benutzt.

Warum Europas Zaudern uns zum Bittsteller macht

Das ist typisch. Zu oft wurde in Europa die Digitalisierung behandelt wie ein lästiges Hobbyprojekt für Nerds, Spekulanten oder Silicon-Valley-Freaks. Zu oft wurde über die Risiken der Digitalisierung gesprochen und zu wenig darüber, dass es auch Risiken mit sich bringt, wenn man fast nur über Risiken spricht und kaum über die Chancen. Wer jahrelang seine German Digitalisierungsangst pflegt wie andere ihren Vorgarten, darf sich nicht wundern, wenn die großen Technologien des 21. Jahrhunderts woanders entstehen und man selbst am Ende nur noch Bittsteller ist.

Technologiepolitik ist Zukunftspolitik

Was Deutschland und Europa also brauchen, sind nicht mehr Weckrufe, sondern mehr Rechenleistung. Wir müssen anfangen, digitale Souveränität zu finanzieren, statt sie nur zu beschwören. Wir müssen Entwickler fördern, anstatt Bürokratie. Und wir müssen endlich begreifen, dass Technologiepolitik heute Wirtschafts-, Sicherheits-, Standort-, und vor allem Zukunftspolitik ist.

Was Europa braucht, ist ein digitales Apollo-Programm, also ein milliardenschweres, gemeinsames Zukunftsprojekt nach dem Vorbild der Mondmissionen. Nicht nur für KI, sondern für die gesamte digitale Infrastruktur. Für Rechenzentren, Cloud-Dienste, Open-Source-Software, Betriebssysteme, Messenger und Plattformen. Kurz gesagt: Für eine lebendige, souveräne, eigenständige Digitallandschaft, die nicht von den Entscheidungen anderer abhängt.

 

Dir gefällt vielleicht

USA killen die weltbeste KI – was jetzt?

KI-Song über Wal Timmy wird zum Hit – schafft er es zur Wiesn?

„Tooooooor“: Warum jubelt der Nachbar beim WM-Schauen früher?

Wenn KI Bairisch lernt: Dialekte als Datenschatz

Umstellung für Sparkassenkunden: App S-ID-Check wird eingestellt

Diesen Artikel teilen
Facebook Twitter Whatsapp Whatsapp Link kopieren Drucken
Was denken Sie?
Liebe0
Traurig0
Glücklich0
Wütend0
Avatar-Foto
Von Benjamin Lehmann
Benjamin Lehmann schreibt für das Ressort Netzwelt der WirtschaftsRundschau. Mit seinem Fachwissen in digitalen Technologien und Internetkultur informiert er über aktuelle Trends und Innovationen und bietet den Lesern wertvolle Einblicke in die digitale Welt.
Vorheriger Artikel Bayerischer Krankenhausgipfel: „Rote Karte“ für Sparpläne
Nächster Artikel USA killen die weltbeste KI – was jetzt?
Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Letzte Beiträge

„Sechswochenamt“: Preisgekröntes Kinodebüt über Trauerarbeit
Kultur 16. Juni 2026
USA killen die weltbeste KI – was jetzt?
Netzwelt 16. Juni 2026
Bayerischer Krankenhausgipfel: „Rote Karte“ für Sparpläne
Wirtschaft 16. Juni 2026
Gewitter-Asthma: Risikofaktoren Heuschnupfen und Unwetter
Wissen 16. Juni 2026
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
© 1984-2025 WirtschaftsRundschau. Alle Rechte vorbehalten.
  • Meine Lesezeichen
  • Kontakt
  • Datenschutz
Welcome Back!

Sign in to your account


Lost your password?