Technische Probleme – und ein Fischer
Der Weg dahin ist bislang holprig. Beim ersten Testflug im Frühjahr vergangenen Jahres stürzte die „Spectrum“ rund 30 Sekunden nach dem Start ins Meer. Der nun anstehende zweite Flug musste bereits dreimal verschoben werden.
Ursprünglich war der Start für Januar vorgesehen, wurde aber wegen eines defekten Ventils abgesagt. Beim nächsten Versuch im März verhinderte ein norwegischer Fischer den Countdown: Er konnte die Sicherheitszone vor der Küste nicht rechtzeitig verlassen. Ein weiterer Anlauf im April scheiterte an einem lecken Druckbehälter.
Europas Suche nach eigenen Trägerraketen
Derzeit sind europäische Satelliten in hohem Maß auf Startgelegenheiten in den USA angewiesen. Ein Großteil der Missionen wird von Elon Musks SpaceX ins All gebracht, weil es in Europa bislang keinen vergleichbaren privat entwickelten Träger gibt.
Isar Aerospace will dazu beitragen, diese Lücke zu schließen. Eine funktionierende „Spectrum“ könnte die technologische Abhängigkeit von den USA verringern. Ob der nächste Startversuch gelingt, entscheidet sich am Abend in Andøya.

