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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Netzwelt > Jenseits von ChatGPT: Diese KI-Chatbots gibt es auf dem Markt
Netzwelt

Jenseits von ChatGPT: Diese KI-Chatbots gibt es auf dem Markt

Benjamin Lehmann
Zuletzt aktualisert 7. Oktober 2024 12:48
Von Benjamin Lehmann
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4 min. Lesezeit
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ChatGPT: Der Platzhirsch

Kostenlos oder ~18 Euro monatlich für ChatGPT Plus

Inhaltsübersicht
ChatGPT: Der PlatzhirschClaude: Der AufsteigerGemini und Copilot: Die GroßenLe Chat: Der GeheimtippHugging Chat: Die Open-Source-Variante

Der Chatbot, der Ende 2022 die Welt in Erstaunen versetzte, ist nach wie vor der Erfolgreichste am Markt. Jede Woche nutzen über 200 Millionen Menschen den Chatbot des Start-ups OpenAI.

Vor allem in der Plus-Version bietet ChatGPT einen großen Funktionsumfang: Man kann mit dem „Code Interpreter“ Daten analysieren und Computercode schreiben lassen, mit dem „Canvas“ Texte bearbeiten und umschreiben, mit „Dall-E“ Bilder generieren, mit dem „Browser“ im Internet suchen, mit dem „Voice Mode“ sprechen, mit dem experimentellen Modell „o1“ auch komplexere Aufgaben lösen und mit den „GPTs“ simple Chatbots selbst programmieren. Das aktuelle Modell GPT-4o gilt zudem als eines der besten am Markt.

Nachteile bei ChatGPT: Wer keine Business-Lizenz abgeschlossen hat, muss damit rechnen, dass die eingegebenen Daten zum KI-Training benutzt werden. Außerdem gilt der Sprachstil von ChatGPT unter kreativeren Nutzern als etwas angepasst und langweilig.

Claude: Der Aufsteiger

Kostenlos oder ~22 Euro monatlich für die Premiumversion

Claude, entwickelt von OpenAI-Konkurrent Anthropic, ist in den letzten Monaten zu einem echten Erfolg geworden. Vor allem das aktuelle Modell „Claude 3.5 Sonnet“ gilt unter vielen KI-Nutzern als das aktuell smarteste KI-Modell auf dem Markt. Auch sprachlich ist es wohl am besten – keine KI erzählt so treffsicher Witze oder ahmt so täuschend echt den Stil menschlicher Sprache nach.

Einige der Spielereien von ChatGPT (wie die Möglichkeit, eigene Chatbots einzurichten) gibt es auch bei Claude, und die KI ist sogar in der Lage, kleine Computerprogramme selbst auszuführen. Trotzdem ist der Funktionsumfang im Vergleich zu ChatGPT insgesamt geringer – Claude kann etwa nicht ins Internet gehen und hat auch keine Sprachfunktion.

Gemini und Copilot: Die Großen

Kostenlos oder ~20 Euro monatlich für die Plus-Version

Natürlich sind auch die ganz großen Tech-Giganten mit im Spiel. Sowohl Google als auch Microsoft bieten mit Gemini und Copilot jeweils einen Chatbot, der technisch ganz vorne mit dabei ist. Google setzt hierbei auf seine eigene KI Gemini, während Microsoft GPT-4o von OpenAI nutzt. Beide bieten auch Bildgeneratoren, sind aber in der Freiheit der Gesprächsthemen etwas eingeschränkter als ChatGPT und Claude.

Besonderer Trumpf bei diesen Tools: Sie sollen sich mühelos in bereits bestehende Programme integrieren können – und direkt mit dem Cloudspeicher und den Dokumenten des Nutzers interagieren. Bislang klappt das allerdings meist noch nicht so flüssig wie gewünscht.

Le Chat: Der Geheimtipp

Kostenlos

Als einziges Nicht-US-Unternehmen schafft es Mistral auf die Liste – ein französisches Start-up, das mit „Le Chat“ einen eigenen Chatbot für seine KI Mistral 2 Large zur Verfügung stellt.

Der Funktionsumfang ist eher eingeschränkt – so kann Le Chat beispielsweise keine Bilder analysieren. Auch ist Mistral 2 Large nicht ganz so smart wie seine amerikanischen Konkurrenten.

Im Alltag kann sich das Modell dennoch sehen lassen – auch, da es aktuell ganz kostenlos zur Verfügung steht. Zudem sind seine „Sicherheitseinstellungen“ etwas lascher als bei anderen Chatbots, und damit vor allem fürs kreative Schreiben gut geeignet.

Hugging Chat: Die Open-Source-Variante

Kostenlos

Der Name „OpenAI“ täuscht: An der Firma hinter ChatGPT ist schon lange nichts mehr offen. Stattdessen setzt das Unternehmen auf geschlossene Systeme und lässt sich von außen nicht in die Karten schauen.

Im „Hugging Chat“ kann man freie Open-Source-Modelle ausprobieren – und bei Erfolg auch herunterladen und auf dem eigenen Computer laufen lassen. Das ist auch in Sachen Datenschutz die sicherste Lösung.

 

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Von Benjamin Lehmann
Benjamin Lehmann schreibt für das Ressort Netzwelt der WirtschaftsRundschau. Mit seinem Fachwissen in digitalen Technologien und Internetkultur informiert er über aktuelle Trends und Innovationen und bietet den Lesern wertvolle Einblicke in die digitale Welt.
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