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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Netzwelt > Mit Chip-Signatur und Datenbank gegen Deepfakes
Netzwelt

Mit Chip-Signatur und Datenbank gegen Deepfakes

Benjamin Lehmann
Zuletzt aktualisert 21. August 2026 13:49
Von Benjamin Lehmann
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2 min. Lesezeit
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Viele Deepfakes entstehen durch die Nachbearbeitung bestehender Bilder vor allem mittels künstlicher Intelligenz (KI). Die ist inzwischen so gut, dass es immer schwerer wird, Manipulationen zu erkennen. Durch die Glaubwürdigkeit, die diese Bilder oder Videos erreichen, können Fakten verdreht und unwahre politische Botschaften gesendet oder untermauert werden.

Inhaltsübersicht
Kennzeichnungspflicht in der EU seit Anfang AugustWasserzeichen dokumentiert VeränderungenAndere Lösung: Spezieller Chip und öffentliche DatenbankDatenbank zum Beispiel auf Basis von Blockchain

Kennzeichnungspflicht in der EU seit Anfang August

Die Europäische Union hat deswegen seit Anfang August verpflichtende Kennzeichnungsregeln für Bilder eingeführt, die mittels KI erstellt oder verändert wurden. Doch der Nachweis, ob und wenn was genau gemacht wurde, ist nicht immer nachvollziehbar. Schon vorher hatten einige namhafte Kamerahersteller deswegen mit dem C2PA-Standard (Coalition for Content Provenance and Authenticity) versucht, durch unsichtbare Wasserzeichen, die softwareseitig in die Bilder eingebettet sind, Veränderungen zu dokumentieren.

Wasserzeichen dokumentiert Veränderungen

Beim C2PA-Standard werden nachträgliche Bearbeitungen im Wasserzeichen notiert. Später kann man diese Informationen auslesen, sodass man sie nachverfolgen kann. Doch das System hat Schwächen: Wird ein Screenshot eines Bildes erstellt oder das Foto auf eine Social-Media-Plattform hochgeladen, werden die Metadaten entfernt und die Nachweiskette wird unbrauchbar. Zudem sagt selbst eine ununterbrochene Kette von Metadaten nichts über die Authentizität des ursprünglichen Bildes.

Andere Lösung: Spezieller Chip und öffentliche Datenbank

Eine Entwicklung der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich [externer Link] soll auf anderem Weg jegliche Manipulation an Realaufnahmen sofort erkennbar machen. Durch eine spezielle Sensortechnologie werden Bilder, Videos oder auch Tonaufnahmen direkt bei der Aufnahme in der Kamera durch einen speziellen Chip unsichtbar signiert. Jegliche nachträgliche Manipulation zerstört diese Signatur und zeigt, dass das Bild verändert wurde.

Datenbank zum Beispiel auf Basis von Blockchain

Die Signatur selbst wird in einem öffentlich zugänglichen Verzeichnis abgespeichert. Dabei könnte zum Beispiel die Blockchain-Technik zum Einsatz kommen, die auch bei Kryptowährungen verwendet wird. Dadurch könnten Medien oder Internetplattformen vor der Veröffentlichung von Bildern oder Videos schnell prüfen, ob die Aufnahmen authentisch und unverändert sind.

 

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Von Benjamin Lehmann
Benjamin Lehmann schreibt für das Ressort Netzwelt der WirtschaftsRundschau. Mit seinem Fachwissen in digitalen Technologien und Internetkultur informiert er über aktuelle Trends und Innovationen und bietet den Lesern wertvolle Einblicke in die digitale Welt.
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