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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Nicht nur Kino, auch viel Kunst: Das neue DINGS
Kultur

Nicht nur Kino, auch viel Kunst: Das neue DINGS

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 25. Januar 2026 16:50
Von Uta Schröder
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3 min. Lesezeit
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Knapp ein Jahr stand es leer, das Filmtheater am Sendlinger Tor in München. Seit Mitte Januar kann man wieder Platz nehmen auf den typisch roten Samtsitzen des opulenten Kinosaals, der 1913 erstmals seine Türen für das Publikum öffnete. Nach der temporären Schließung gibt es hier nun wieder Filme, Kunst und Kultur – denn das Zwischennutzungskonzept der neuen Betreiber bietet ein deutlich erweitertes Programm.

Inhaltsübersicht
Filme, Kunst, Kultur und KonzerteAuch Frederik Lau ist beteiligtDie Sache mit der Zwischennutzung

Filme, Kunst, Kultur und Konzerte

Verschiedene Akteure, darunter das Münchner Künstlerkollektiv „Broke.Today“ und Event-Profi Matthias Schlick, wollen im einstigen Kino Theater, Livemusik, Arthouse-Filme, Podcasts, Talks, Lichtkunst, Fassadenkunst, Installationen und ähnliches zeigen. Anfang Februar wird Wolfgang Niedecken mit seiner Band BAP zwei Konzerte spielen, auch eine Burlesque Show und ein Comedy-Abend sind fix geplant.

Den ebenso eigentümlichen wie einprägsamen neuen Namen des Veranstaltungsortes – Das neue DINGS – erklärt Matthias Schlick im Gespräch mit Bayern 2 so: „Wir haben uns überlegt, wie können wir das ehrwürdige alte Kino nennen und haben nach Namen gesucht. Und irgendwann kam dann auch mal dieses Umgangssprachliche: Wie soll das Ding eigentlich heißen? Dazu haben wir festgestellt, wenn man mit den Buchstaben von ‚Sendlinger Tor Kino‘ spielt, kann man die Buchstaben DING stehen lassen.“

Auch Frederik Lau ist beteiligt

Auch der Arthouse-Streamingdienst „behind the tree“ gehört zu den Betreibern des neuen Dings. Die Schauspieler Frederick Lau und Nico Solar Lozier gehören zu den Gründern der Plattform, die in Berlin bereits das Forest Cinema betreibt. Das Hauptaugenmerk liegt hier darauf, junge Künstler und Filmschaffende zu unterstützen, die etwa keinen Verleih haben.

Das neue Dings solle ein ähnlicher Erlebnisort werden, erklärt Frederik Lau, dessen Frau aus München stammt und der das Filmtheater am Sendlinger Tor noch von früher kennt: „Ich bin Antiquitätenhändler-Kind, der Erhalt schöner Dinge liegt mir am Herzen. Und ich dachte mir, so was darf man nicht sterben lassen, so ein wunderschönes Kino. Ich habe selbst schon einige Vorstellungen dort erlebt und ich habe mich immer so gefreut, da zu sein und ins Kino zu gehen.“

Die Sache mit der Zwischennutzung

Aber nicht nur Kulturelles soll es geben, auch Firmen können das Gebäude für Veranstaltungen mieten. Entsprechend hofft Betreiber Matthias Schlick, dass das neue DINGS eine Begegnungsstätte wird.

Wie lange sie in der aktuellen Form existieren wird, ist noch unklar. Vertraglich ist die Nutzungsdauer auf ein Jahr befristet. Der Zusammenschluss mit behind the tree und Broke.Today ist vorerst bis Ende März geplant. Von Mittwoch bis Sonntag gibt es acht Programmpunkte pro Woche. Schlick ist zuversichtlich, dass es auch danach weitergeht: „Bisher ist es so toll und macht so viel Spaß, dass ich mir gut vorstellen kann, dass wir nicht Ende März aufhören, sondern zu dritt weitermachen.“

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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