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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Hohe Energiepreise und Inflation: Steigen bald die Zinsen?
Wirtschaft

Hohe Energiepreise und Inflation: Steigen bald die Zinsen?

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 20. März 2026 17:48
Von Christin Freitag
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3 min. Lesezeit
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Öl- und Gaspreise haben die Menschen in Bayern bereits erreicht und damit die Inflation und die öffentliche Debatte angefacht. Ob die EZB deshalb in den nächsten Monaten die Zinsen erhöht, hängt von der Dauer des Irankriegs ab. Insgesamt dürfte sich die wirtschaftliche Situation in der nächsten Zeit schlechter entwickeln als zu Beginn des Jahres erwartet.

Inhaltsübersicht
Besser kühlen Kopf bewahren als blinden Aktionismus verbreitenDie drei Szenarien der EZB: von leichten Veränderungen bis WirtschaftskriseWann muss die EZB handeln und die Leitzinsen erhöhen?Was ist für die Verbraucherpreise in Deutschland zu erwarten?

Besser kühlen Kopf bewahren als blinden Aktionismus verbreiten

Allerdings: Noch sei beim Thema Inflation nicht viel passiert, meint Jürgen Michels, Chefvolkswirt der BayernLB. Für die nächsten ein, zwei Monate werde es jedoch auf jeden Fall einen Anstieg geben. Michels begrüßt es deshalb, dass die Europäische Zentralbank nicht sofort die Zinsen erhöht hat und erst einmal abwartet, wie sich die Lage entwickelt: Es bestehe durchaus eine Chance, dass der Krieg in den nächsten Wochen zum Ende komme. Dann werde beim Thema Inflation relativ schnell wieder ein „normales Fahrwasser“ erreicht.

Die drei Szenarien der EZB: von leichten Veränderungen bis Wirtschaftskrise

Die Europäische Zentralbank verfolgt traditionell eine Geldpolitik der „ruhigen Hand“. Nach Ausbruch des neuen Nahostkriegs hat sie zunächst ein Basisszenario entwickelt, eine Prognose, nach der sich nicht viel ändert:

Die Energiepreise würden demzufolge bald wieder sinken. Aber die Gesamtinflation im Euroraum würde selbst dann um einen halben Punkt steigen, auf 2,6 Prozent. Und, was vielleicht noch wichtiger ist: Das Wirtschaftswachstum würde 2026 im Euroraum um 0,9 Prozent niedriger ausfallen als vor dem Krieg vorausgesagt.

Wann muss die EZB handeln und die Leitzinsen erhöhen?

Im ungünstigen, dem „Adverse Scenario“ würden der Ölpreis auf bis zu 119 Dollar pro Barrel, der Gaspreis auf 87 Euro pro Megawattstunde (MWh) und die Inflation auf 3,5 Prozent steigen.

Im Extremfall („Severe Scenario“) würden der EZB zufolge der Ölpreis im Frühjahr auf 145 Dollar pro Barrel und der Gaspreis auf 106 Euro pro MWh steigen – mit noch höherer Inflation und einem „gleichzeitig massiv geschwächten Wirtschaftswachstum“.

In den beiden letztgenannten Szenarien wären Zinserhöhungen zur Eindämmung der Inflation unausweichlich, selbst wenn darunter das Wirtschaftswachstum zusätzlich leiden würde.

Was ist für die Verbraucherpreise in Deutschland zu erwarten?

An den Tankstellen ist der höhere Ölpreis sofort angekommen. Bei Lebensmitteln wird das noch etwas dauern. Dabei wird dann der Gaspreis eine zentrale Rolle spielen. Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) hat dazu eine Studie vorgelegt.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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