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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Immobilie als Altersvorsorge: Die wichtigsten Fragen
Wirtschaft

Immobilie als Altersvorsorge: Die wichtigsten Fragen

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 24. Oktober 2024 13:53
Von Christin Freitag
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3 min. Lesezeit
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Deutsche wohnen überwiegend zur Miete – kein anderes EU-Land hat anteilig weniger Menschen, die eine eigene Immobilie besitzen. Trotzdem träumen viele vom eigenen Wohnraum oder Haus im Alter. Experten bewerten diese Vorsorge-Strategie als vorteilhaft.

Inhaltsübersicht
Alle Folgen einkalkuliert?Die ersten Jahre Verzicht übenReicht die Immobilie allein als Vorsorgestrategie?

Alle Folgen einkalkuliert?

Wirtschaftsprofessor Hans Fehr von der Uni Würzburg erklärt: Während des Erwerbslebens sei das Einkommen typischerweise höher als in der Rente. „Und wenn man während des Erwerbslebens ein Eigenheim abbezahlt und in der Rente praktisch mietfrei wohnen kann, gleicht das einigermaßen den Einkommensunterschied aus.“

Eine sinnvolle Idee für später, sagt auch Michael Beumer, Leiter Finanzen bei der Stiftung Warentest. Wichtig sei nur, dass man bei so langfristigen Entscheidungen auch die richtigen Fragen stelle: „Wie groß ist das Eigenheim eigentlich? Und welche Fixkosten entstehen denn?“ Dazu müssen Käufer unvorhergesehene Reparaturen und Instandhaltungen einkalkulieren: „Und wenn man immer Handwerker beauftragen muss, kostet das natürlich mehr, als wenn man viel selber machen kann.“

Die ersten Jahre Verzicht üben

Um einen entsprechenden Immobilienkredit zu bekommen, raten Experten, etwa 20 bis 30 Prozent Eigenkapital anzusparen. Einen Kredit aufzunehmen, anstatt weiter zu mieten, sollte aber laut Beumer wohlüberlegt sein: „Dann ist meistens die Anfangsbelastung höher als bei der Miete. Und da kann man nicht überlegen – ’spare ich jetzt oder fahre ich in den Urlaub?‘ – sondern man muss das Geld eben für den Kredit bezahlen.“ Für Ökonom Fehr ist wichtig, dass Käufer sicherstellen können, dass die Immobilie auch vor Renteneintritt abbezahlt ist, um dann Probleme zu vermeiden.

Reicht die Immobilie allein als Vorsorgestrategie?

Ist für den Ruhestand mit der eigenen Immobilie und der gesetzlichen Rente schon genug vorgesorgt? Nicht unbedingt, sagen die Experten. „Das wird für eine Mindestvorsorge reichen. Aber man wird sicher nicht den Lebensstandard dann komplett halten können“, sagt Fehr. Eine weitere Absicherung, etwa durch Fonds, sei lohnenswert. Doch: „Das kann nicht jeder machen, das ist klar.“

Wer bei Renteneintritt die Immobilie abbezahlt hat, sollte sich mit neuen Fragen beschäftigen, etwa wenn die Kinder ausgezogen sind: „Das muss trotzdem bewirtschaftet werden. Und dann kann es sich zum Beispiel her lohnen, die Immobilie zu verkaufen und etwas Kleineres zu suchen“, sagt Finanzexperte Beumer.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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