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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Neue Warnstreiks im Nahverkehr: Hier geht am Dienstag nichts
Wirtschaft

Neue Warnstreiks im Nahverkehr: Hier geht am Dienstag nichts

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 13. April 2026 08:48
Von Christin Freitag
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3 min. Lesezeit
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Eines haben viele Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr in Bayern inzwischen mitbekommen: Die Tarifrunde für rund 9.000 Beschäftigte ist schwierig. An etlichen Tagen wurde an dem einen oder anderen Ort schon gestreikt. Für Dienstag hat die Gewerkschaft nun wieder mehrere Kommunen auf der Streikliste stehen. Betroffen sind München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Fürth, Bayreuth, Dachau, Passau, Landshut und Schweinfurt. In Aschaffenburg trifft der Aufruf nur die Werkstätten.

Inhaltsübersicht
Warnstreik mit erheblichen FolgenDruck ausüben vor dem fünften TreffenVölliges Unverständnis beim Arbeitgeber

Warnstreik mit erheblichen Folgen

Da manche Buslinien im Auftrag der Kommunen unterwegs sind, wird der Verkehr nicht überall völlig stillstehen. Verdi rechnet dennoch mit erheblichen Auswirkungen der ganztägigen Aktion. Was fährt, sind im Raum München und Nürnberg auch die S-Bahnen, die zur Deutschen Bahn gehören. In Augsburg werden die Stadtteillinien 21, 24/25 und 38 rollen, da sie von privaten Busunternehmen betrieben werden, die nicht bestreikt werden.

Doch das dürfte nicht allen weiterhelfen, die zur Arbeit, zur Schule, zu einem Arzttermin oder zum Einkaufen wollen. Gefragt sind an dem Tag wieder Alternativen – oder, wenn es geht, zu Hause zu bleiben.

Druck ausüben vor dem fünften Treffen

Mit dem Warnstreik soll – so Verdi – noch einmal Druck auf den Arbeitgeber ausgeübt werden. Dass da bei vielen Bürgerinnen und Bürgern Frust herrscht, sei der Gewerkschaft durchaus bewusst. Und dass das Auto angesichts der hohen Benzinpreise inzwischen eine teure Alternative ist, auch.

Aber das verbesserte Angebot der Arbeitgeber beim letzten Treffen reiche nicht. Dabei sei man selber den Verkehrsbetrieben weit entgegengekommen. Statt knapp 670 Euro fordert die Gewerkschaft jetzt 550 Euro in zwei Schritten. Und die Arbeitszeit soll von jetzt 38,5 auf 35 Stunden verkürzt werden – aber über einen längeren Zeitraum hinweg.

Völliges Unverständnis beim Arbeitgeber

Der kommunale Arbeitgeberverband Bayern hat nachgerechnet und kommt auf eine Entgeltsteigerung von im Schnitt 14 Prozent. Das sei nicht finanzierbar. Die Arbeitgeber haben der Gewerkschaft mitgeteilt, was machbar sei. Ein verbessertes Angebot sieht unter anderem ein Plus in Schritten um bis zu neun Prozent vor und eine Stunde weniger arbeiten in der Woche. Ob da noch etwas geht, das werden Beschäftigte und die Fahrgäste kommenden Mittwoch erfahren. Dann wird in Nürnberg weiterverhandelt.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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