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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Razzia bei der Deutschen Bank: Verdacht der Geldwäsche
Wirtschaft

Razzia bei der Deutschen Bank: Verdacht der Geldwäsche

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 28. Januar 2026 15:49
Von Christin Freitag
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2 min. Lesezeit
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Beamte des Bundeskriminalamts haben nach Informationen des „Spiegel“ (externer Link, möglicherweise Bezahl-Content) am Mittwoch Standorte der Deutschen Bank in Frankfurt und Berlin durchsucht – und das ausgerechnet am Tag vor der Bilanzvorlage des Dax-Konzerns für 2025. Es gehe um den Verdacht der Geldwäsche, berichtete das Magazin unter Verweis auf die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main. Beschuldigt werden demnach unbekannte Verantwortliche und Mitarbeiter. 

Inhaltsübersicht
Geht es um EU-Sanktionen zu russischen Oligarchen?Bank bestätigt DurchsuchungenSchon öfter Ärger mit Aufsicht 

Geht es um EU-Sanktionen zu russischen Oligarchen?

Die Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftsstrafsachen Frankfurt am Main führt die Ermittlungen gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt (BKA). Hintergrund sind frühere Geschäftsbeziehungen des Instituts zu ausländischen Gesellschaften, die ihrerseits im Verdacht stehen, Geldwäsche betrieben zu haben. Bei den Durchsuchungen sollen zusätzliche Beweise gesichert werden. 

„Zu dem Hintergrund der Geschäftsbeziehungen, den über die Deutsche Bank AG erfolgten Transaktionen und deren Umfang sowie zu den Gesellschaften selbst, können keine weiteren Angaben gemacht werden“, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. 

Die Süddeutsche Zeitung berichtete ihrerseits, dass die Durchsuchungen in Zusammenhang mit dem unter EU-Sanktionen stehenden russischen Oligarchen Roman Abramowitsch stünden. Nach Informationen der Zeitung soll die Deutsche Bank „eine oder mehrere Geldwäsche-Verdachtsmeldungen zu Firmen des Oligarchen verspätet an die Behörden abgegeben zu haben“.

Bank bestätigt Durchsuchungen

Ein Sprecher der Deutschen Bank bestätigte die Durchsuchungen auf Anfrage, ohne weitere Details zu nennen: „Wir bestätigen, dass in den Geschäftsräumen der Deutschen Bank derzeit eine Maßnahme der Staatsanwaltschaft Frankfurt durchgeführt wird“, teilte der Sprecher mit. „Die Bank arbeitet vollumfänglich mit der Staatsanwaltschaft zusammen. Wir bitten um Verständnis, dass wir uns darüber hinaus nicht äußern.“

Schon öfter Ärger mit Aufsicht 

Vorwürfe, beim Thema Geldwäsche nicht genau genug hinzuschauen und Verdachtsanzeigen zu spät abzugeben, haben der Deutschen Bank wiederholt Ärger eingebrockt. Ende April 2022 zum Beispiel durchsuchten Ermittler von Staatsanwaltschaft, BKA und Bafin die Zentrale der Bank in Frankfurt. Die Finanzaufsicht Bafin schickte der Bank zeitweise einen Sonderbeauftragten ins Haus, der Fortschritte beim Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung überwachen sollte.

– Mit Informationen von dpa und AFP –

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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