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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > „Weggeworfener“ Solarstrom in Bayern kostet 162 Millionen Euro
Wirtschaft

„Weggeworfener“ Solarstrom in Bayern kostet 162 Millionen Euro

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 21. Mai 2026 11:50
Von Christin Freitag
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5 min. Lesezeit
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Wenn Solaranlagen mehr Strom produzieren, als gerade gebraucht wird, müssen die Netzbetreiber eingreifen. Sie drosseln die Einspeisung – das nennt sich Redispatch. Der Strom aus den Anlagen fließt dann nicht mehr ins Netz. Die Betreiber der betroffenen Photovoltaik-Anlagen erhalten dafür einen finanziellen Ausgleich. Im vergangenen Jahr wurden deswegen laut Bundesnetzagentur rund 162 Millionen Euro an Solar-Anlagenbetreiber ausgezahlt.

Inhaltsübersicht
Schwankungen bei Bedarf und Produktion treffen auf unzureichendes Stromnetz Energiewende erfordert Neuorientierung bei Netzausbau Bundesregierung plant strengere Vorgaben für zukünftige Solaranlagen Speicherbatterien als Lösung Lange Bearbeitungszeiten bremsen Batterie-Technologie Netzbetreiber „Bayernwerk“ mit Anfragen überrannt Netzausbau Schlüssel für bezahlbaren Strom 

Schwankungen bei Bedarf und Produktion treffen auf unzureichendes Stromnetz 

Das Problem: Der Strombedarf schwankt stark. An Wochenenden und nachts ist er geringer als vormittags an einem Werktag. Gleichzeitig steigt an Sonnentagen das Stromangebot durch Photovoltaikanlagen im Vergleich zu bewölkten Tagen. Hinzukommt, dass nicht überall die Stromnetzkapazität gleich gut ausgebaut ist. Mancherorts kann das Netz zeitweise nicht den gesamten Solarstrom abnehmen. 

Energiewende erfordert Neuorientierung bei Netzausbau 

Der Grund für die Stromnetz-Engpässe liegen zu einem Teil in der Entstehungsgeschichte des Netzes: Zu Zeiten von Kohle- oder Atomkraftwerken war das Ziel, Strom aus zentralen Groß-Kraftwerken ins „flache Land“ zu transportieren. Die Schwierigkeit lag darin, auch abgelegene Höfe anzuschließen und zu versorgen. Heute ist es teils umgekehrt: gerade in abgelegenen Gegenden wird viel Strom aus Wind- oder Sonnenkraft gewonnen, der nun dort ins Netz eingespeist und abtransportiert werden muss. Doch die Netze sind dort nicht dazu ausgelegt. Wenn das Netz dann überlastet ist, muss der Ökostrom „weggeschmissen“ werden.

Bundesregierung plant strengere Vorgaben für zukünftige Solaranlagen 

Deswegen plant das Bundeswirtschaftsministerium, neue PV-Anlagen nicht mehr in Gegenden zu fördern, wo bislang drei Prozent und mehr des Stroms nicht abgenommen wurden. Wo diese Gegenden sind, dazu macht die Bundesnetzagentur keine Angaben. Der größte Netzbetreiber in Bayern ist das Bayernwerk. Das schreibt auf Nachfrage, dass vor allem in Niederbayern und der südlichen Oberpfalz eine „hervorgehobene Anlagedichte“ besteht.

Insgesamt steigt laut Bayernwerk die Quote der abgeregelten Strommengen seit 2022, und liege insgesamt „aktuell im mittleren einstelligen Prozentbereich“. Energie-Unternehmer wie Andreas Henze, Vorstand der Bürger-Energiegenossenschaft Freisinger Land, befürchten, dass die geplante drei Prozent-Regelung des Bundeswirtschaftsministeriums den Neubau von PV-Kraftwerken ausbremsen wird. Henze sieht die Netzbetreiber in der Pflicht, das Stromnetz schneller auszubauen.

Speicherbatterien als Lösung 

Eine mögliche Lösung liegt in Batterie-Speichern. Die Technologie hat sich zuletzt rasant entwickelt und wird immer günstiger. Doch auch Batterien brauchen ein solides Stromnetz. Am wirtschaftlichsten lassen sie sich betreiben, wenn sie nicht nur den eigenen überschüssigen Solar-Strom puffern, sondern bei einem Überangebot günstig auch sogenannten „Grau-Strom“ aus dem Stromnetz aufnehmen.

Lange Bearbeitungszeiten bremsen Batterie-Technologie 

Jedoch: auch der Ausbau von Batterie-Speichern stockt. Beispiel Eching bei München: Hier baut die Bürger-Energiegenossenschaft zurzeit ein gigantisches PV-Feld. Einen Speicher gibt es aber bislang nicht, obwohl auch hier Abschaltungen zu erwarten sind. Aber die Verhandlungen mit dem Netzbetreiber „Bayernwerk“. seien in der Regel so langwierig, dass es Vorstand Andreas Henze wichtiger war, zuerst die Anlage in Beitrieb zu nehmen, und in einem zweiten Schritt einen zu beantragen. Die langen Antrags- und Genehmigungszeiten hätten gedroht, das gesamte Projekt zu verzögern, sagt Henze.

Netzbetreiber „Bayernwerk“ mit Anfragen überrannt 

Der Netzbetreiber Bayernwerk räumt gegenüber dem BR ein, dass Bearbeitungszeiten mitunter lange dauern, denn jede Anfrage sei lokal zu bewerten. Und: der Netzbetreiber werde derzeit mit Anfragen für Batterie-Speicher überrollt. Im Jahr 2025 seien das knapp 230.000 gewesen, zu Neuanlagen und Anlagenänderungen rund um Einspeisung, Speicher und Bezug. Das Unternehmen investiere 2,2 Mrd. Euro allein in diesem Jahr in den Netzausbau und die Digitalisierung des Stromnetzes. 

Netzausbau Schlüssel für bezahlbaren Strom 

Ob das genügt? Kritiker wie Andreas Henze befürchten, dass ein zu langsamer Netzausbau die Energiewende ausbremsen könnte. Lange Genehmigungs- und Bearbeitungszeiten verunsicherten Investoren. Dabei wird wegen der Zunahme von Elektromobilität und der Verteuerung von CO2-Zertikaten der Hunger nach Ökostrom voraussichtlich sehr schnell wachsen.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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