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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Wie realistisch sind Bürgergeld-Experimente?
Wirtschaft

Wie realistisch sind Bürgergeld-Experimente?

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 22. Juli 2024 08:59
Von Christin Freitag
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5 min. Lesezeit
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Seit seiner Einführung steht das Bürgergeld immer wieder in der Kritik. Vielfach wird die Sorge geäußert, es könnte sich nicht mehr lohnen, arbeiten zu gehen. So sagte etwa Bayerns Arbeits- und Sozialministerin Ulrike Scharf (CSU) in der Münchner Runde, die Menschen empfänden das Bürgergeld zum Teil auch als einen „Anschlag auf ihre Lebenseinstellung“ – so, als ob die Fleißigen die Dummen seien.

Inhaltsübersicht
Bürgergeld: Monika Gründel blieben 500 Euro am MonatsendeKritik am Experiment: Zeitraum zu kurzBürgergeld-Empfänger Keßler: „Ich war kein Mensch mehr“Steinhaus: „Es gibt weniger offene Stellen als Menschen im Leistungsbezug“Fehlt es an Dankbarkeit?Im Video: „Münchner Runde“ vom 17. 7. 2024

Bürgergeld: Monika Gründel blieben 500 Euro am Monatsende

Ob dies den Tatsachen entspricht, dem versuchen immer wieder Menschen mit Selbstexperimenten auf den Grund zu gehen. Eine ist die TikTokerin Monika Gründel. Sie hat sich fünf Monate gemeinsam mit ihrer vierköpfigen Familie bei ihren Ausgaben auf das Niveau des Bürgergelds beschränkt. Mit überraschenden Resultaten: Sie und ihre Familie kamen nach eigenen Aussagen nicht nur gut zurecht, sie hatten im Februar 2023 sogar noch rund 500 Euro übrig. Zu ihrer Motivation sagt Gründel:

„Es gab überall diese Diskussionen um Hartz IV und Bürgergeld, und überall waren dann irgendwelche Nachrichten von wegen, es ist zu viel, es ist zu wenig und ich hab zu meinem Mann gesagt, lass doch einfach mal ausrechnen, wie viel das Ganze ist und wie viel wir bekommen würden im Fall des Falles und lass das doch von unseren Gehältern nehmen und gucken, ob wir damit klarkommen.“ Monika Gründel

Mithilfe der Agentur für Arbeit ließ sie ihren Satz berechnen. Dann startete sie ihr Experiment: So plante sie Mahlzeiten lange im Voraus, verzichtete auf Spontan-Ausflüge, kaufte Kleidung nur gebraucht. Mit ihrem Experiment liegt die TikTokerin und Versicherungsfachangestellte voll im Trend: Auch Moderator Jörg Pilawa machte ein solches Selbstexperiment, wenn auch mit anderen Ergebnissen.

Kritik am Experiment: Zeitraum zu kurz

Die Aktivistin und Gründerin des Vereins „Sanktionsfrei“, Helena Steinhaus, kritisiert solche Experimente: Diese seien „populistisch und gehen komplett an der Realität vorbei“. „Wenn man kurzzeitig Bürgergeld bezieht, kann es sein, dass der Betrag ausreicht“, so Steinhaus. Allerdings befänden sich viele Menschen längerfristig im Bürgergeld und seien nicht in der Lage, aus eigener Kraft aus dieser Situation herauszukommen.

Bürgergeld-Empfänger Keßler: „Ich war kein Mensch mehr“

In einer solchen Situation befand sich Florian Keßler: „In der Falle war ich definitiv seit 2010“, so Keßler. In jenem Jahr verlor Keßler seine Wohnung. „Ich war kein Mensch mehr“, beschreibt er sein Gefühl in dieser Situation.

Der 53-Jährige leidet nach einem Einsatz im Bosnienkrieg unter einer posttraumatischen Belastungsstörung und erhielt zunächst Bürgergeld, dann die Grundsicherung wegen Erwerbsunfähigkeit. Es ärgert ihn, wenn es immer wieder heißt, das Geld würde locker zum Leben ausreichen.

Steinhaus: „Es gibt weniger offene Stellen als Menschen im Leistungsbezug“

Das Monika Gründel anders: Bürgergeld sollte der TikTokerin zufolge ohnehin nicht längerfristig bezogen werden. Sie fordert, Menschen sollten aufgeklärt und unterstützt werden, um beispielsweise frühzeitig eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Zudem fordert sie auch bessere psychologische Unterstützung.

Aber auch dann würden wohl nicht alle Fälle abgedeckt, sagt Helena Steinhaus: „Es gibt weniger offene Stellen als Menschen im Leistungsbezug.“ Steinhaus verweist darauf, dass von 5,5 Millionen Menschen im Bürgergeld allein eine Million Kinder sind. Eine weitere Million seien berufstätige Menschen, die mithilfe des Bürgergelds ihr Einkommen aufstocken. Außerdem seien unter ihnen auch viele Menschen, die Care-Arbeit verrichteten. „Super viele Menschen, die Leistungen beziehen, können sich gar nicht als Arbeitskraft anbieten“, so Steinhaus.

Fehlt es an Dankbarkeit?

Insgesamt wünscht sich Monika Gründel, die mit ihrem ersten Kind selbst noch in bescheidenen Verhältnissen lebte, mehr Dankbarkeit. Sie findet, dass es seitens der Leistungsempfänger oft an Wertschätzung fehle für die Möglichkeiten, die man in Deutschland bekäme. „Ich meine, man kriegt in jedem Bereich Unterstützung, und es wird einfach immer nur mehr gefordert, anstatt dass man sich auch einfach mal mit seinen Finanzen auseinandersetzt“, so Gründel.

Steinhaus widerspricht vehement: Sie sagt, dass entgegen anders lautender Vorurteile arme Menschen extrem gut mit Geld umgehen könnten. Allerdings seien viele Hilfen durch die Jobcenter für die Betroffenen nicht einfach verfügbar. Das Problem sei, dass durch die Ämter häufig Machtmissbrauch stattfände. Viele Betroffene würden zudem ihre Rechte oft nicht kennen und könnten diese deshalb auch nicht durchsetzen.

Mehr zum Thema Debatte ums Bürgergeld – Lohnt sich Arbeit eigentlich noch? in der „Münchner Runde“ vom 17. Juli 2024 jetzt in der ARD Mediathek. Unter anderem mit VdK-Präsidentin Verena Bentele und Bayerns Arbeits- und Sozialministerin Ulrike Scharf.

Im Video: „Münchner Runde“ vom 17. 7. 2024

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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