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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Mysteriöses „Werwolf-Syndrom“ bei Hunden
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Mysteriöses „Werwolf-Syndrom“ bei Hunden

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 13. Januar 2025 10:49
Von Michael Farber
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6 min. Lesezeit
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Seit einigen Monaten berichten Tierkliniken sowie Tierärztinnen und -ärzte über eine auffällige Häufung von akuten und schweren neurologischen Symptomen bei Hunden. Die Fälle treten in ganz Deutschland sowie dem europäischen Ausland auf. In sozialen Medien kursieren zum Teil verstörende Videos der betroffenen Tiere. Viele Hundebesitzerinnen und -besitzer sind stark verunsichert.

Inhaltsübersicht
Warum heißt das Phänomen „Werwolf-Syndrom“?Wie äußert sich das „Werwolf-Syndrom“?Wie viele Fälle gibt es?Was weiß man zur Ursache?Vor welchen Produkten wird gewarnt?Was können Halter tun?Verschwindet das „Werwolf-Syndrom“ wieder?

Was sollten Hundehalterinnen und -halter jetzt wissen?

Warum heißt das Phänomen „Werwolf-Syndrom“?

„Werwolf-Syndrom“ ist kein veterinärmedizinischer Begriff. Er wird in diesem Fall umgangssprachlich verwendet und bezieht sich auf ein Symptom des neu aufgetretenen Syndroms – ein wolfsartiges Heulen der Hunde.

Wie äußert sich das „Werwolf-Syndrom“?

Die Symptome sind für die betroffenen Hundehalter extrem beängstigend, sie reichen von dauerhaftem Jaulen und Bellen über Panikattacken, unkontrollierte Bewegungen bis hin zu epileptischen Anfällen. Die Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) listet in einem Informationsblatt folgende Symptome auf:

  • Plötzliche Verhaltensänderungen und zeitweise unkoordinierte Bewegungsabläufe
  • Episodische, plötzliche und extreme Aufregung, Panikattacken mit Heulen, Unruhe und Schreien
  • Versuche, durch Fenster oder Türen zu entkommen
  • Gelegentlich phasenweise plötzlich aggressives Verhalten
  • Hinweise auf Halluzinationen bei einigen Patienten
  • In späteren Phasen generalisierte epileptische Anfälle

Die TiHo hat auf YouTube einige Beispielvideos zum Verhalten der Hunde eingestellt. Diese finden Sie hier (externer link).

Für die Tiermedizinerin Prof. Andrea Fischer, die die Abteilung Neurologie und die Epilepsiesprechstunde der Kleintierklinik der LMU München leitet, sind vor allem die starke Häufung und Stärke sowie die lange Dauer der Symptome auffällig. Diese gingen weit über die üblichen Angstreaktionen der betroffenen Tiere hinaus. „Die Hunde reagieren plötzlich stark auf Reize, die sie sonst in keiner Weise beunruhigt haben“, sagt Fischer. Zum Teil träten sehr lang anhaltende Angstzustände auf.

Wie viele Fälle gibt es?

Andrea Fischer berichtet, dass in fast allen auf Neurologie spezialisierten Praxen in Deutschland Hunde mit entsprechenden Symptomen vorgestellt wurden. Im Dezember waren deutschlandweit 40 Fälle gemeldet. Die Dunkelziffer ist vermutlich viel höher, da die Symptome unspezifisch sind. Es ist zudem anzunehmen, dass in leichten und schnell vorübergehenden Fällen auch nicht alle Hundebesitzer einen Tierarzt oder eine Tierklinik aufsuchen.

Was weiß man zur Ursache?

Die definitive Ursache ist noch unklar und wird aktuell intensiv untersucht. Es gibt allerdings eine Vermutung, wie die Neurologin Dr. Nina Meyerhoff von der TiHo im Gespräch mit Bayern 3 sagt. Und die weist in Richtung Kauknochen aus gegerbter Rinderhaut. Diese könnten verunreinigt sein. Erste Hinweise dazu kamen aus Finnland, wo Hunde ähnliche Symptome hatten, erzählt Nina Meyerhoff. Offenbar hatten die betroffenen Tiere Rinderhautknochen verzehrt. „Da war es so, dass tatsächlich diese Produkte den Ursprung in China hatten und dass auch, soweit es mir bekannt ist, die Firma tatsächlich die Zusammenarbeit dann mit diesem chinesischen Ursprungslieferanten eingestellt hat danach.“ Aber, so fügt die Veterinärmedizinerin hinzu, es gibt noch keine Ergebnisse, welche konkreten Stoff die Vergiftungssymptome bei den Hunden ausgelöst haben könnten.

Andere Ursachen, die ebenfalls in der Öffentlichkeit diskutiert wurden, wie Impfungen und Mittel gegen bestimmte Parasiten, die bei Hunden vorkommen, haben sich nicht bestätigt. Genau sowenig Vermutungen, dass Infektionserreger oder Autoimmunerkrankungen das „Werwolf-Syndrom“ auslösen.

Vor welchen Produkten wird gewarnt?

In Finnland, den Niederlanden und Dänemark gab es bereits Rückrufe für bestimmte Produkte verschiedener Marken. Bereits im Sommer hatte der finnische Hersteller Vafo (externer link) einige Produkte zurückgerufen. Die niederländische Lebensmittel- und Warenaufsichtsbehörde (NVWA) warnte im Dezember vor bestimmten Kauknochen der Marke „Barkoo“ (externer link). Diese werden auch in Deutschland von Online-Händlern vertrieben. In Dänemark rief der Hersteller Chrisco (externer link) kürzlich vorsorglich bestimmte Kauprodukte für Hunde zurück, die in verschiedenen Märkten im ganzen Land verkauft worden seien.

Da es eben bereits Rückrufaktionen verschiedener Marken gab, rät Nina Meyerhoff Hundebesitzern, ihre Tiere aufmerksam zu beobachten: „Man muss auch sagen, dass viele von den Hunden vorher schon Monate oder Jahre lang ohne Probleme solche Rinderhautknochen gefressen haben. Also das betrifft jetzt nicht alle Produkte anscheinend, sondern das ist etwas, was jetzt erst seit dem Spätherbst anscheinend aufgetreten ist.“

Es kann aktuell aber nicht ausgeschlossen werden, dass neben Kauknochen auch andere Produkte betroffen sind.

Was können Halter tun?

Die Neurologin Andrea Fischer von der Kleintierklinik der LMU München rät Hundehalterinnen und -haltern, zu versuchen, betroffene Tiere zu beruhigen. Der Hund sollte in eine reizarme und vertraute Umgebung gebracht werden. Alle Angstauslöser sollten unbedingt vermieden werden, betont sie. In Einzelfällen könnten auch beruhigende und angstlösende Medikamente helfen.

Fischer rät, alle Hunde, die länger Symptome zeigen, gründlich von Spezialisten untersuchen zu lassen, um schwerwiegende neurologische Erkrankungen auszuschließen. Wichtig sei auch, Verpackungen und Reste von Futtermitteln zu dokumentieren und aufzubewahren.

Verschwindet das „Werwolf-Syndrom“ wieder?

Die gute Nachricht ist: Meist klingen die Symptome nach wenigen Tagen wieder ab, in einigen Fällen bleiben sie über mehrere Wochen bestehen. „Von dem, was wir bisher wissen, lässt sich das ganz gut behandeln. Es ist so, dass wir bei den Patienten, die wir hier betreuen, in der Tierärztlichen Hochschule tatsächlich sehen, dass das dann über Tage bis Wochen sich schrittweise bessert und die Hunde auch am Ende wieder ganz normal sind“, erzählt Nina Meyerhoff.

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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