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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Silvester-Feuerwerk: Wie kann man Tiere vor dem Stress schützen?
Wissen

Silvester-Feuerwerk: Wie kann man Tiere vor dem Stress schützen?

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 30. Dezember 2024 08:53
Von Michael Farber
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5 min. Lesezeit
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Wenn es Silvester draußen knallt, geraten viele Tiere in Panik: Sie jaulen, laufen davon oder erholen sich tagelang nicht von dem Schrecken. Wegen ihres sensiblen Gehörs können Silvesterböller und schrille Heuler bei Hunden und Katzen tatsächlich körperliche Schmerzen hervorrufen. Kleintiere wie Wellensittiche oder Hamster, die über einen schnellen Herzschlag verfügen, können sich sogar zu Tode erschrecken. Aber nicht nur die Lautstärke der Silvesterknallerei ist ein Problem, auch der Brandgeruch, den Tiere ebenfalls sehr viel intensiver wahrnehmen als Menschen, versetzt sie in Panik.

Inhaltsübersicht
Böller und Feuerwerk: Was tun, wenn’s knallt?Spiele und Leckerlis zur AblenkungHunde schon Tage vorher anleinenHaustier chippen und registrierenFlughafenhotel oder Autobahn: dem Silvesterfeuerwerk ausweichenIm Video: Raketen, Böller und Pyrotechnik – Silvesterstress für Tiere

Böller und Feuerwerk: Was tun, wenn’s knallt?

Wenn die Böller krachen, sollten Tiere im Haus bleiben. Fangen Sie Freigängerkatzen rechtzeitig ein. Lassen Sie ihr Tier in der Silvesternacht auch nicht allein. Wenn es erfahrungsgemäß Angst hat, sollte ein Familienmitglied auf die große Silvestersause verzichten. Lassen Sie die Rollläden herunter und ziehen Sie die Vorhänge zu. Das bietet zumindest Schutz vor grellen Lichteffekten.

Um die Tiere abzulenken, können Sie den Fernseher einschalten oder Musik abspielen, das sorgt für eine gewohnte Geräuschkulisse, die beruhigt. Außerdem wird dadurch der Lärm von draußen gedämpft.

Spiele und Leckerlis zur Ablenkung

Jedes Tier hat einen individuellen Charakter, den man berücksichtigen sollte. Manche Tiere lassen sich mit Spielen ablenken – also sollte man Leckerlis und Spielzeug bereithalten. Andere brauchen die Nähe zum Menschen. Aber übermäßiges Betüddeln ist kontraproduktiv. Sie müssen als „Rudelführer“ souverän wirken. Gehen Sie also möglichst wenig auf das ängstliche Verhalten ihres Tieres ein und vermitteln Sie Entspannung und Sicherheit. Manche Tiere verkriechen sich lieber. Deshalb sollten Sie die Möglichkeit haben, sich zum Beispiel in ein abgedunkeltes, ruhig gelegenes Zimmer oder in einen passenden Kellerraum zurückziehen zu können.

Geben Sie Ihrem Tier nur im absoluten Ausnahmefall und nur in Absprache mit dem Tierarzt ein Beruhigungsmittel. Sehr schreckhaften Tieren kann der Tierarzt zur Beruhigung etwas verschreiben.

Hunde schon Tage vorher anleinen

Der Deutsche Tierschutzbund rät, schon in den Tagen vor und auch nach Silvester besonders auf der Hut zu sein. Führen Sie Ihren Hund in bewohnten Gebieten nur an der Leine, damit er sich nicht durch verfrühte oder verspätete Kracher erschreckt und davonläuft. Tiere sollten nach der Silvesternacht auch deshalb angeleint ausgeführt werden, damit sie nicht in Scherben oder gefährliche Blindgänger laufen. Achten Sie darauf, dass Leine und Halsband fest genug sitzen. Beschränken Sie die Spaziergänge während der kritischen Tage auf das notwendige Minimum. Katzen mit Freigang sollten so früh und solange es geht, im Haus gehalten werden.

Sollte Ihrem Haustier trotz aller Vorsicht doch etwas zustoßen, versuchen Sie sich nicht selbst als „Tierdoktor“. Benachrichtigen Sie möglichst schnell einen Tierarzt oder wenden sich an den tierärztlichen Notdienst.

Haustier chippen und registrieren

Sollte es doch passieren, dass ihr Tier verloren geht, weil es sich beim Gassigehen losgerissen hat, oder die Freigänger-Katze nicht nach Hause kommt: Lassen Sie ihr Tier chippen. Dabei handelt es sich nicht um einen GPS-Tracker, die Tiere werden also nicht automatisch schneller gefunden. Sie können aber bei Fund dem Besitzer zugeordnet werden. Das Chippen nutzt jedoch nur etwas, wenn das Tier zusätzlich auch in einer Datenbank registriert wird.

Flughafenhotel oder Autobahn: dem Silvesterfeuerwerk ausweichen

Wer als Städter die Möglichkeiten hat, sollte dem Silvesterlärm komplett entfliehen. Dazu bietet sich eine Auszeit in einem abgelegenen Hotel mit Feuerwerksverbot an (es gibt Angebote für ein Silvester ohne Böller). Auch einige Flughafenhotels bieten diese Möglichkeit, denn an Flughäfen herrscht Böllerverbot. Zudem haben diese Hotels in der Regel auch schallisolierte Fenster.

Wenn der Aufwand oder die Kosten für diese Möglichkeit zu groß sind, kann man die Vierbeiner auch ins Auto packen, das Radio anstellen und einen Ausflug aufs Land machen oder den Jahreswechsel auf der Autobahn im Nirgendwo verbringen. Dann wäre zumindest der Höhepunkt des Böllerns überstanden.

Im Video: Raketen, Böller und Pyrotechnik – Silvesterstress für Tiere

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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