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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Netzwelt > Ab sofort USB-C für Notebooks – das sind die Tücken
Netzwelt

Ab sofort USB-C für Notebooks – das sind die Tücken

Benjamin Lehmann
Zuletzt aktualisert 15. Mai 2026 12:47
Von Benjamin Lehmann
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4 min. Lesezeit
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Diese EU-Vorschrift ist grundsätzlich erst einmal überaus sinnvoll: Ab dem 28. April brauchen alle Notebooks eine USB-C-Buchse, über die sie dann auch geladen werden können [externer Link]. Ausgenommen sind nur einige wenige Gaming-Modelle, die wegen ihres hohen Stromverbrauchs besondere Lösungen benötigen.

Inhaltsübersicht
Gleiches Ladegerät für Handy und NotebookAuf Volt und Watt des Ladegeräts achtenAuch bei Kabeln gibt es GrundregelnSchadet zu viel Power dem Smartphone?

Zwar kann es hier und da schon sein, dass man in einigen Läden noch alte Geräte findet, die auf ein eigenes Ladekabel angewiesen sind. Doch solche Ladenhüter seien eher die Ausnahme, sagt c’t-Redakteur Christof Windeck, der sich seit fast 30 Jahren mit Elektrotechnik beschäftigt, wie er erzählt. Windeck zufolge werden in den gängigen Läden schon seit geraumer Zeit hauptsächlich Geräte mit EU-konformer Lade-Buchse verkauft.

Gleiches Ladegerät für Handy und Notebook

Das Ziel der EU-Vorgabe ist klar. Das Stecker-Wirrwarr soll ein Ende haben. Ein Ladekabel reicht für alle Geräte, egal ob Notebook, Tablet oder Smartphone. Sogar Apple-Geräte müssen nun dem gemeinsamen Standard folgen. In der Folge werden Ressourcen geschont, wenn fortan nicht jeder User zu Hause einen ganzen Karton mit verschiedenen Ladegeräten hortet. Auch für die Hersteller hat die neue Regel Vorteile, denn sie können sich Equipment sparen. Sie dürfen zwar weiterhin ein Ladekabel beilegen, müssen aber nicht. Aus Kostengründen werden die meisten wohl darauf verzichten.

Auf Volt und Watt des Ladegeräts achten

Viele Käufer werden sich also selbst ein Ladekabel nebst Stecker besorgen müssen. Die einfachste Variante: das Kabel, das der Hersteller anbietet. Das sei aber leider auch eher die teuerste Variante, sagt Christof Windeck. Wer sich 20 oder 30 Euro sparen möchte, muss sich nach einem alternativen Anbieter umsehen. Dabei sollte man auf zwei Angaben achten: die Watt-Zahl und die Volt-Angaben.

Ein klassisches Handy-Ladegerät liefert 20 Watt, bei einer Spannung von 12 oder 15 Volt. Beides reicht nicht für Notebooks, sie brauchen deutlich mehr. Mit 60 oder 65 Watt ist man auf der sicheren Seite. Die Spannung sollte 20 Volt betragen. Diese Angaben gelten aber nur für den Fall, dass die Ladegeräte nicht über mehrere Ladebuchsen verfügen. Falls man einen Stecker will, an den sich beispielsweise drei Geräte gleichzeitig anstöpseln lassen, benötigt man auch mehr Power. 100 Watt wäre dann ein guter Wert mit etwas Puffer.

Auch bei Kabeln gibt es Grundregeln

Womit viele User nicht rechnen: Nicht jedes Kabel passt zu Handy und Notebook. Das liegt daran, dass in den kleinen USB-C-Steckern für Notebooks Mini-Chips verbaut sein müssen, die die höhere Stromstärke freigeben. Fehlt dieser Chip, eignet sich das Kabel höchstens zum Aufladen des Handys. Und auch die Länge des Kabels kann das Laden beeinträchtigen. Elektronik-Experte Windeck: „Ein Meter ist gut. Zwei Meter kann auch gut funktionieren und alles darüber würde ich sagen, mal ausprobieren.“ Was dabei auch eine Rolle spielt: wie dick die Kabel sind und wie gut verarbeitet. Was man nicht tun sollte: mehrere Kabel mit irgendwelchen Adaptern zusammenstecken, um sie so zu verlängern.

Schadet zu viel Power dem Smartphone?

Notebook und Smartphone haben also ganz unterschiedliche Erfordernisse, was etwa Volt- oder Watt-Zahl angeht. Naheliegende Frage ist, ob ein Ladegerät mit 65 oder 100 Watt und 20 Volt das Handy nicht überfordert oder dem Akku schadet. Kurze Antwort: tut es nicht. Ein Smartphone braucht zum Laden seines Akkus nur etwa 35 Watt. Was zu viel ist, wird, vereinfacht gesagt, vom Gerät einfach nicht durchgelassen.

 

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Von Benjamin Lehmann
Benjamin Lehmann schreibt für das Ressort Netzwelt der WirtschaftsRundschau. Mit seinem Fachwissen in digitalen Technologien und Internetkultur informiert er über aktuelle Trends und Innovationen und bietet den Lesern wertvolle Einblicke in die digitale Welt.
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