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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Vermeintliche Playmobil-Stellenanzeigen sorgen für Verwirrung
Wirtschaft

Vermeintliche Playmobil-Stellenanzeigen sorgen für Verwirrung

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 18. Mai 2026 13:49
Von Christin Freitag
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2 min. Lesezeit
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Vermeintliche Stellenausschreibungen für Leiharbeiter haben für Verwirrung und Irritationen bei den Beschäftigten im Playmobil-Werk in Dietenhofen im Landkreis Ansbach gesorgt. Denn: Der Playmobil-Hersteller, die Horst-Brandstätter Group, hatte mehrfach bestätigt, dass die Produktion der Spielfiguren in Dietenhofen zum 30. Juni beendet werden soll.

Inhaltsübersicht
Neue Leiharbeiter für Werk, das schließen soll?Playmobil-Betriebsrat und Personal irritiertTechnischer Fehler als Ursache für Stellenangebote möglich

Wie es zu der Stellenanzeige kam ist unklar. Playmobil teilte am Montag auf BR-Anfrage schriftlich mit, dass mit Sicherheit ausgeschlossen werden könne, „dass die von Ihnen erwähnte Stellenanzeige von unserem Unternehmen stammt. Entsprechend handelt es sich nicht um eine Ausschreibung für das Playmobil-Werk.“

Neue Leiharbeiter für Werk, das schließen soll?

Die Verwirrung entstand, weil ein Personaldienstleister aus Nürnberg anscheinend nach neuen Mitarbeitern für Playmobil gesucht hatte – obwohl 350 Playmobil-Beschäftigte ihre Jobs bis Ende Juni verlieren. Auf den Seiten der Arbeitsagentur waren Jobs für Produktionsmitarbeiter, Produktionshelfer und Lagerhelfer in Dietenhofen ausgeschrieben – für einen Kunden, der „zu den größten Herstellern von Spielwaren“ zähle. In Aussicht gestellt wurde eine, so wörtlich, „langfristige Tätigkeit mit der Option zur Übernahme“.

Playmobil-Betriebsrat und Personal irritiert

Der Playmobil-Betriebsrat am Standort Dietenhofen reagierte auf BR-Nachfrage irritiert. Es gebe in Dietenhofen nur einen Spielzeughersteller: Playmobil. Auf Nachfragen beim Arbeitgeber, der Horst Brandstätter Group, habe man zunächst keine den Sachverhalt klärende Antwort bekommen, was es mit den Stellenausschreibungen auf sich habe. Der Vorgang „frustriert mich sehr“, sagte der Betriebsratsvorsitzende Michael Ulbrich dem BR.

Technischer Fehler als Ursache für Stellenangebote möglich

Die Horst Brandstätter Group ließ schriftliche Nachfragen des BR zunächst unbeantwortet. Kurze Zeit nach der Anfrage wurden die Stellenangebote aus dem Internet gelöscht. Wie Playmobil mittlerweile mitteilte, stammen entsprechende Anzeigen nicht aus dem Unternehmen.

Der Nürnberger Personaldienstleister dementierte, Arbeiter für Playmobil zu suchen oder zuletzt gesucht zu haben. Man stehe bereits seit Jahren in keinem Geschäftsverhältnis mehr mit einem in Dietenhofen ansässigen Spielwarenhersteller. Die Stellenanzeigen könne man sich bislang nicht erklären. Nicht auszuschließen sei, dass es etwa einen technischen Fehler gegeben haben könnte.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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