Unternehmen: Wirtschaftlicher Weiterbetrieb unmöglich
In dem seit 1987 bestehenden Werk werden Firmenangaben zufolge hauptsächlich Klimaanlagen für Premium-Pkw produziert. Das Stuttgarter Unternehmen verteidigt die angekündigte Werksschließung mit auslaufenden Kundenaufträgen, der schlechten Autokonjunktur und gestiegenem Kostendruck durch asiatische Wettbewerber in Europa. «Das macht einen wirtschaftlichen Weiterbetrieb unmöglich», hieß es jüngst in einer Mitteilung.
IG Metall: Arbeitgeber zeigte kein Interesse an Lösungen
Die IG Metall hingegen wirft dem Unternehmen vor, einen profitablen Standort schließen und in die Slowakei verlagern zu wollen.
Trotz detaillierter Konzepte der IG Metall, wie Neustadt wirtschaftlich sinnvoll und wettbewerbsfähig aufgestellt werden könne – auch im Vergleich zu Senica in der Slowakei – sei jedes Interesse seitens der Arbeitgeber ausgeblieben, es seien auch keine eigenen Lösungsvorschläge gemacht worden. Ein externes Gutachten habe gezeigt: Das Werk sei profitabel und wirtschaftlich stärker als vergleichbare Mahle-Standorte in Osteuropa, so die IG Metall.
Der Gewerkschaft zufolge besuchte am Nachmittag auch der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) den Neustädter Standort für einen Austausch mit Geschäftsführung, Betriebsrat und IG Metall.
mit dpa-Material

