Jetzt türmen sich wieder die Kürbisse auf großen Verkaufstischen am Straßenrand – ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Herbst da ist. Kürbisse bringen Abwechslung in die Küche und machen sich auch als Halloween-Deko gut. Doch wie gesund ist Kürbis eigentlich? Und wie lässt er sich am einfachsten schneiden und zubereiten?
Wie viele Kalorien hat Kürbis?
Kürbis besteht zu rund 85 Prozent aus Wasser und enthält vergleichsweise wenige Kalorien. 150 Gramm Hokkaido im Rohzustand liefern im Durchschnitt knapp 50 Kilokalorien, andere Sorten wie Butternut oder Spaghettikürbis noch weniger, so das Bundeszentrum für Ernährung (externer Link).
Welche Vitamine und Mineralstoffe stecken im Kürbis?
Seine leuchtende Farbe verdankt Kürbis vor allem den Carotinoiden. Zu ihnen gehört Beta-Carotin, das der Körper in Vitamin A umwandeln kann. Dieses ist unter anderem wichtig für die Sehkraft. Je nach Sorte stecken im Kürbis außerdem Vitamin C, Vitamin E und B-Vitamine sowie Mineralstoffe wie Kalium, Calcium und Magnesium. Auch Ballaststoffe sind enthalten, die die Verdauung unterstützen.
Kann Kürbissuppe vor Erkältungen schützen?
Eine heiße Kürbissuppe tut an kalten Tagen gut. Dass Kürbis vor Erkältungen schützt, ist allerdings nicht belegt. Auch „entgiften“ oder „entschlacken“ kann Kürbis den Körper nicht. Laut Verbraucherzentrale (externer Link) gibt es die oft beschworenen „Schlacken“ im Körper nicht. Bei gesunden Menschen kümmern sich vor allem Leber und Nieren darum, unerwünschte Stoffe abzubauen und auszuscheiden.
Hilft Kürbis bei Blasen- und Prostatabeschwerden?
Der Gartenkürbis wurde vom Würzburger Studienkreis „Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde“ zur Arzneipflanze des Jahres 2005 gewählt. Interessant sind aus medizinischer Sicht vor allem seine Samen, weniger das Fruchtfleisch. Kürbissamen werden traditionell bei einer überaktiven Blase oder Beschwerden durch eine gutartig vergrößerte Prostata eingesetzt. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (externer Link) stuft entsprechende Präparate als traditionelle pflanzliche Arzneimittel ein. Ihre Anwendung beruht vor allem auf langjähriger Erfahrung.
Wer häufig zur Toilette muss oder Probleme beim Wasserlassen hat, sollte die Ursache ärztlich abklären lassen. Ein paar Kürbiskerne in der Suppe ersetzen ohnehin weder ein Arzneimittel noch eine notwendige Behandlung.
Wie gesund sind Kürbiskerne?
Kürbiskerne haben einiges zu bieten: Sie liefern pflanzliches Eiweiß, Ballaststoffe, ungesättigte Fettsäuren sowie Vitamin E, Magnesium, Eisen und Zink. Da sie deutlich mehr Kalorien haben als das Fruchtfleisch, genügt als Topping meist schon eine kleine Menge. Die Kerne schmecken pur oder als knuspriges Extra auf Suppen, Salaten und im Müsli.
Was macht den Ölkürbis besonders?
Besonders bekannt ist der steirische Ölkürbis. Weil seine Kerne keine harte Schale haben, lässt sich daraus besonders gut Kürbiskernöl gewinnen.
Welche Kürbissorten muss man schälen?
Beim Hokkaido darf die Schale dranbleiben, denn sie wird beim Garen weich und kann mitgegessen werden. Den Butternut schält man dagegen meist vorher mit einem Sparschäler. Viele andere Speisekürbisse können ebenfalls mit Schale gegart werden. Anschließend lässt sich das weiche Fruchtfleisch einfach aus der Schale löffeln.
Wie lässt sich ein Kürbis leichter schneiden?
Große Kürbisse rutschen beim Schneiden leicht weg. Am besten legt man sie deshalb auf eine feste, rutschfeste Unterlage. Dann mit einem großen, scharfen Messer oben und unten ein Stück abschneiden. So steht der Kürbis sicherer und lässt sich leichter halbieren.
Fasern und Kerne lassen sich anschließend mit einem Esslöffel entfernen. Die Kerne einiger Speisekürbisse können gewaschen, gut getrocknet und im Ofen geröstet werden. Je nach Sorte haben sie allerdings eine harte Schale und eignen sich dann nicht so gut zum Knabbern.
Warum darf man bitteren Kürbis nicht essen?
Schmeckt ein Kürbis ungewöhnlich bitter, sollte man ihn auf keinen Fall essen. Verantwortlich können sogenannte Cucurbitacine sein. Diese Bitterstoffe können Übelkeit, Bauchkrämpfe, Erbrechen und Durchfall auslösen. Auch durch Kochen, Einmachen oder Einfrieren verschwinden sie nicht.
Am besten probiert man deshalb vor der Zubereitung ein kleines rohes Stück. Das gilt besonders für Kürbisse aus dem eigenen Garten. Schmeckt es bitter, muss der ganze Kürbis weg. Zierkürbisse sind nicht zum Essen bestimmt. Wer unsicher ist, greift besser nur zu Kürbissen, die ausdrücklich als Speisekürbis angeboten werden.

