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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Nächste Förderrunde für Heizungstausch gestartet
Wirtschaft

Nächste Förderrunde für Heizungstausch gestartet

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 29. Mai 2024 08:54
Von Christin Freitag
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4 min. Lesezeit
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Wer in einer selbst genutzten Eigentumswohnung lebt und das in einem Mehrfamilienhaus mit einer Zentralheizung, kann seit Dienstag, den 28. Mai, gemeinsam mit den anderen Wohnungseigentümern staatliche Fördermittel der KfW beantragen. Wer in einer solchen Wohnung aber mit einer Etagenheizung nur für den eigenen Bedarf heizt, muss auf die nächste Förderstufe warten.

Inhaltsübersicht
Vermieter kommen erst zum Schluss in den FördergenussWas haben Städte und Gemeinden für Heizungspläne?Bisher noch kein Ansturm bei Umstellung fossiler WärmeträgerLohnt sich die Förderung? Wie viel Geld gibt es vom Staat?Alle Förderwege führen über die Internetseite der KfW

Vermieter kommen erst zum Schluss in den Fördergenuss

Dasselbe gilt für Vermieter, die sich ebenfalls noch gedulden müssen mit ihren Anträgen bei der KfW für den Austausch alter Heizungen. Erst im August wird das volle Förderprogramm für alle gestartet, das dann auch für Nichtwohngebäude wie Büros oder Werkstätten gilt. Der Vermieterverband Haus und Grund kritisiert dieses scheibchenweise Vorgehen als Hindernis, das den Erfolg der Förderung unnötig einschränke. Andererseits fehlen für viele Entscheidungen immer noch wichtige Grundlagen, wie etwa die Wärmeplanung der Kommunen.

Was haben Städte und Gemeinden für Heizungspläne?

Ob man auf Wärmepumpe oder Holzpellets setzen sollte, statt auf Öl und Gas, hängt ganz entscheidend von der kommunalen Wärmeplanung ab. Zumindest in größeren Städten besteht eventuell die Chance, dass sich die Wohnung an ein Fernwärmenetz anschließen lässt. Die örtlichen Stromverteilnetze müssen außerdem auf eine höhere Belastung wie durch Wärmepumpen oder Ladestationen für Elektroautos ausgelegt sein. Es besteht allerdings die Gefahr, dass es die aktuelle Förderung zum Heizungstausch wie derzeit von der KfW nicht mehr geben wird, wenn Kommunen erst in einigen Jahren ihre Wärmepläne endgültig vorlegen.

Bisher noch kein Ansturm bei Umstellung fossiler Wärmeträger

Die Zahl der Antragsteller fällt bislang noch gering aus: So haben in den ersten drei Monaten seit dem Start der ersten Programmstufe nur 27.000 Eigentümer von selbst genutzten Einfamilienhäusern sich beworben. Das ist allerdings noch bis Ende November möglich. Und der Bund verspricht, dass die staatlichen Fördermittel mit insgesamt 16 Milliarden Euro für 2024 ausreichend sind. Zur gesamten energetischen Sanierung gehören auch Dämmung oder der Einbau neuer Fenster. Für 2025 müssen dann wieder neue Mittel im Bundeshaushalt bewilligt werden.

Lohnt sich die Förderung? Wie viel Geld gibt es vom Staat?

Egal ob Eigennutzer, privater Vermieter oder Immobilienprofi: 30 Prozent von der Umbaumaßnahme für eine klimaschonende Heizung lassen sich bezuschussen. Bis zu 70 Prozent Förderung sind theoretisch für Selbstnutzer möglich, wenn eine Familie in einem selbst genutzten Haus nur über ein Haushaltseinkommen von weniger als 40.000 Euro verfügt. Aber das dürfte nur auf sehr wenige Antragssteller zutreffen.

Daneben gibt es diverse Bonuszahlungen, zum Beispiel von fünf Prozent, wenn eine Wärmepumpe als Wärmequelle das Erdreich, Wasser oder Abwasser anstelle der Umgebungsluft nutzt. Bis 2028 kommt außerdem noch ein Geschwindigkeits-Bonus infrage für den frühzeitigen Austausch alter Gas- und Ölheizungen, sofern die Immobilie weiterhin selbst genutzt wird.

Alle Förderwege führen über die Internetseite der KfW

Einzelheiten und Varianten der Förderung erfährt man auf der Homepage der KfW, wo weitere Bedingungen aufgeführt sind. Auch den Antrag stellt man online mit digitalen Unterlagen über die Internetseite der Förderbank. Ohne fachliche Hilfe von einem Handwerker oder Energieberater wird es häufig nicht funktionieren. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) lobt aber die neuen Förderrichtlinien: Sie seien nicht mehr so kompliziert wie in der Vergangenheit und auch für private Antragsteller leichter zu verstehen.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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