„Das ist nur eine Phase“: Der Satz fällt wahrscheinlich häufig, wenn sich verzweifelte Eltern gegenseitig Mut machen, weil der widerspenstige Nachwuchs sich in die nächste Schnapsidee verbeißt, die ihm dieses Mal – in den Augen der Eltern zumindest – ganz sicher die Zukunft verbauen wird.
Von Tour zu Tour immer größer
Ob die Kraftklub-Mitglieder diesen Satz von ihren Eltern auch gehört haben, ist zwar nicht überliefert – dass ihre Musikkarriere alles andere als nur eine kurze Phase, sondern eine in künstlerischen Schaffensphasen stetig fortschreitende Erfolgsgeschichte ist, das zeigen nicht zuletzt die Konzerte der Band: die wurden von Tour zu Tour immer größer.
Nach Konzerten in der Berliner Wuhlheide oder der Münchner Olympiahalle in diesem Jahr führt die gerade neu angekündigte Tour „Das war ja keine Phase“ die Chemnitzer im nächsten Jahr dann ganz konsequenterweise auf die noch größeren Bühnen. Neben Konzerten im RheinEnergie-Stadion in Köln oder dem Hamburger Volksparkstadion ist am 14.08.2027 auch ein Auftritt in München auf dem Königsplatz geplant – der Vorverkauf startet am 16.09.2026.
Kraftklub läuten nächste Phase ein
Dass bei dieser Tour der Name durchaus Programm ist, macht die Band in einem Video auf Instagram deutlich (externer Link). In diesem durchleben sie die unterschiedlichen modischen und musikalischen Phasen ihrer Karriere: vom Nummer-1-Debütalbum „Mit K“ von 2012, in dem Collegejacken das Bandoutfit prägten, bis hin zu ihrem fünften Album „Sterben in Karl-Marx-Stadt“, in dem man sich modisch ganz in Weiß uniformierte.
Die nächste Tour soll dann auch – wie es im Video heißt – die „ostdeutsche Eras“ werden. Zur Erinnerung: die „Eras“-Tour von Taylor Swift war die kommerziell erfolgreichste Tour aller Zeiten. Daran anzuknüpfen, dürfte natürlich schwierig werden. Aber mit ihrer neuen Tour läuten Kraftklub in jedem Fall die nächste Phase ihrer Karriere ein: Projekt Stadionband. Und da gibt es nach dem Rückzug der Toten Hosen aus dem operativen Geschäft ja durchaus eine Lücke zu füllen.

