Nach einer fast fünfstündigen Sitzung des Landesausschusses des VdK Bayern stand das Ergebnis am Freitagabend um 18.50 Uhr fest: Die Vorsitzende des VdK Bayern, Verena Bentele, werde zum 30. Juni 2026 ihren Posten zur Verfügung stellen, wie sie in einem exklusiven Interview mit dem Bayerischen Rundfunk unmittelbar nach der Sitzung in Nürnberg bestätigte. Die Sitzung wurde nach Aussagen von Delegierten zeitweise extrem emotional geführt.
„Die letzten Wochen waren extrem anstrengend, der Tag heute auch. Aber ich bin jetzt sehr froh, dass der VdK Bayern und sich alle Beteiligten hier verständigt, geeinigt haben. Alle Vorwürfe sind ausgeräumt und wir haben uns jetzt vereinbart und da bin ich froh drum“, sagte Bentele dem BR.
Meinungsverschiedenheiten um Führung und zukünftige Ausrichtung
Grund für die Kontroversen innerhalb des Sozialverbands VdK Bayern seien Meinungsverschiedenheiten gewesen. Acht Mitglieder des zehnköpfigen Vorstands sprachen sich gegen die Landesvorsitzende aus. Nur noch Landesschatzmeister Konrad Gritschneder war innerhalb des Vorstandes auf der Seite der Vorsitzenden. Neben Bentele wird darum auch Gritschneder sein Posten zur Verfügung stellen.
Die Meinungsverschiedenheiten hätten sich um die Führung und zukünftige Ausrichtung des Verbands gedreht, hieß es vom VdK Bayern. „Ich werde mit Wirkung zum 30. Juni mein Amt zur Verfügung stellen, weil wir doch sehr unterschiedliche Vorstellungen hatten, wie moderne Verbandsstrukturen und Verbandsführungen ausschauen“, sagte Bentele dem BR. Bentele und Gritschneder hatten demnach Vorstellungen von einer modernen Verbandsstruktur, die von den übrigen acht Vorstandsmitgliedern nicht mitgetragen worden seien. Die aufgrund dieser Auseinandersetzung erhobenen Vorwürfe und Missverständnisse seien vollständig geklärt und ausgeräumt worden. Sowohl Bentele und Gritschneder als auch die übrigen acht Vorstände bedauerten, dass es zu öffentlichen Diskussionen darüber gekommen sei.

