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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Deutsches Museum präsentiert ältestes Foto Deutschlands
Wissen

Deutsches Museum präsentiert ältestes Foto Deutschlands

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 29. Mai 2024 14:05
Von Michael Farber
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3 min. Lesezeit
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Die Geschichte der Fotografie muss offenbar um ein entscheidendes Kapitel erweitert werden: Bisher hatte man gedacht, dass die ersten Fotos in Deutschland 1839 gemacht wurden. Nach Forschungen des Deutschen Museums soll das erste Bild allerdings bereits 1837 entstanden sein. Diese Fotografie ist heute in München präsentiert worden.

Inhaltsübersicht
Museum entdeckt erste Fotografie Deutschlands im ArchivFranz von Kobell schoss erstes Foto 1837Salzpapier-Negativ zeigt FrauenkircheÄlteste Fotografie wird kein Ausstellungsstück

Museum entdeckt erste Fotografie Deutschlands im Archiv

Das Deutschen Museum spricht von einer kleinen Sensation. Das vier mal vier Zentimeter große Foto des Mineralogen Franz von Kobell zeigt die Münchner Frauenkirche. Es schlummerte in den Archiven, bis es die Wissenschaftlerin Cornelia Kemp bei Recherchen für ein Buch genau unter die Lupe nahm. Dieses Buch handelt von den Foto-Pionieren Carl August von Steinheil und Franz von Kobell, der einer breiten Mehrheit eher als Verfasser des legendären „Brandner Kaspar“ bekannt sein dürfte.

Franz von Kobell schoss erstes Foto 1837

Bisher galten die Bilder der beiden Männer aus dem Jahr 1839 als die ersten Fotos in Deutschland. Steinheil und Kobell hätten die Bayerische Akademie der Wissenschaften über ihre Versuche erst dann informiert, sagte die Wissenschaftlerin Kemp bei der Foto-Präsentation in München. Mittlerweile ist aber klar: Die erste Fotografie Deutschlands – ein Salzpapier-Negativ – entstand im März 1837. Kobell hatte sein Werk handschriftlich auf der Rückseite mit Monat und Jahreszahl versehen. „Es ist das älteste deutsche Foto, das ist eindeutig“, sagte Wissenschaftlerin Kemp.

Salzpapier-Negativ zeigt Frauenkirche

Auf der wertvollen Fotografie hebt sich die Frauenkirche fast schemenhaft hell gegen den dunklen Himmel ab: Damals gab es keine Positive. Das Salzpapier, auf das Kobell seine Bilder bannte, war zu dick, um Abzüge davon herzustellen. Zudem ist das Foto seitenverkehrt. Um welche Uhrzeit es aufgenommen wurde, bleibt offen. Die Zeiger der Turmuhren sind nicht zu erkennen. Die Belichtung habe sich über mehrere Stunden hingezogen, berichtete Kemp. Unbekannt ist, mit welcher Kamera Franz von Kobell die Aufnahme fertigte.

Älteste Fotografie wird kein Ausstellungsstück

Dauerhaft ausgestellt werden kann seine älteste Fotografie Deutschlands aus konservatorischen Gründen allerdings nicht. Sie muss in einem Kühl-Depot aufbewahrt werden. Für die Öffentlichkeit wird sie deshalb im Original nicht zu sehen sein.

Mit Informationen der dpa

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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