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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Studie: Bessere Luft vermindert Sterberisiko kaum
Wissen

Studie: Bessere Luft vermindert Sterberisiko kaum

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 9. September 2024 15:02
Von Michael Farber
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2 min. Lesezeit
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Luftschadstoffe erhöhen das Sterberisiko – wie viele andere Studien bestätigt das jetzt auch eine im Fachmagazin The Lancet Planetary Health erschienene (externer Link). Zwar hat die Schadstoffkonzentration im Untersuchungszeitraum abgenommen, das Risiko von tödlichen Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems oder der Atemorgane blieb aber unverändert.

Inhaltsübersicht
Weltweite Langzeit-Daten ausgewertetEinschlägige Todesfälle und Luftschadstoffe betrachtetZentrales Ergebnis der StudieViele Faktoren sind mögliche UrsachenUltrafeinstaub nicht untersuchtWHO-Grenzwerte müssten die Richtlinie werden

Weltweite Langzeit-Daten ausgewertet

Ein weltweites Forschungsnetzwerk hat Daten für 380 Städte untersucht. Für den Zeitraum von 1995 und 2016 fanden die Wissenschaftler eine aussagekräftige Datengrundlage für eine global gültige Aussage für einen langen Zeitraum. Das Ergebnis sei jedoch unabhängig vom betrachteten Zeitraum.

Einschlägige Todesfälle und Luftschadstoffe betrachtet

Betrachtet wurden einerseits Todesfälle durch Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen. Und andererseits die Luftschadstoffe, für die es Grenzwerte gibt: Stickstoffdioxid, das hauptsächlich im Straßenverkehr und durch die Industrie entsteht, und Feinstaub mit einer Partikelgröße bis zu 10 Mikrometern und 2,5 Mikrometern. Feinstaubexposition über eine lange Zeit hinweg erhöht das Gesundheitsrisiko erheblich.

Zentrales Ergebnis der Studie

Die Forscher konnten aus den Daten sehen: Die Konzentrationen der drei Luftschadstoffe haben zwar insgesamt abgenommen – das von ihnen ausgehende Gesundheitsrisiko hat sich jedoch kaum geändert. Die Sterbefälle mit einschlägigen Todesursachen blieben überdurchschnittlich und ohne Veränderung nach unten oder oben.

Viele Faktoren sind mögliche Ursachen

Das gleichbleibend hohe Sterberisiko könnte den Studienmachern zufolge auf verschiedene Faktoren zurückzuführen sein: eine alternde Bevölkerung, weil ältere Menschen eher gesundheitlich vorbelastet sind. Und auf veränderte Quellen sowie die Zusammensetzung der Luftschadstoffe, die sich verändert haben könnten.

Ultrafeinstaub nicht untersucht

Der Einfluss etwa durch ultrakleine Feinstaubpartikel konnte nicht untersucht werden. Ultrafeinstaub steht im Verdacht, stark gesundheitsgefährdend zu sein, wird aber nicht durch einen Grenzwert reguliert und deshalb nicht gemessen.

WHO-Grenzwerte müssten die Richtlinie werden

Für die Studienmacher ist das Ergebnis ein Beleg dafür, dass Luftqualität und eine bessere Gesundheit in einem sehr komplexen Zusammenhang stehen. Die im Jahr 2021 von der WHO überarbeiteten Grenzwerte müssten der Maßstab für die weltweiten Anstrengungen zur Luftreinheit sein. Diese liegen deutlich unter den derzeit geltenden und unter denen, die die EU plant.

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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