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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Kampfjets ohne Piloten – drei deutsche Firmen im Wettbewerb
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Kampfjets ohne Piloten – drei deutsche Firmen im Wettbewerb

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 10. Juni 2026 18:48
Von Christin Freitag
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3 min. Lesezeit
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Noch vor wenigen Jahren galten bewaffnete Drohnen hierzulande als Tabu-Thema. Doch seit dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine und zuletzt auch dem Krieg in der Golfregion sind hiesige Politik und Militärs zu der Überzeugung gekommen, dass unbemannte Systeme und deren Abwehr für die Landes- und Bündnisverteidigung eine entscheidende Rolle spielen.

Inhaltsübersicht
Der „Unmanned Wingman“ als Ergänzung zum EurofighterBundeswehr will 400 MaschinenMehrere deutsche Anbieter im Wettbewerb

Lange galt die Bundeswehr bei diesem Thema als rückständig, nun will Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) die Truppe auf den modernsten Stand bringen.

Der „Unmanned Wingman“ als Ergänzung zum Eurofighter

Ein wichtiger Baustein sind dabei sogenannte UCCAs. Das steht für „Uncrewed Collaborative Combat Aircraft“. Gemeint sind flugzeuggroße Drohnen, die als unbemannte Kampfjets fungieren sollen. Sie sollen künftig im Verbund zum Beispiel mit einem Eurofighter fliegen. Dessen Pilot ist dann eine Art Kommandostelle und koordiniert den Einsatz der unbemannten Flieger.

Vor zwei Jahren hatte Airbus (externer Link) bei der Luft- und Raumfahrtmesse ILA in Berlin mit einem entsprechenden Konzept unter dem Namen „Unmanned Wingman“ für Aufsehen gesorgt. Inzwischen sind aus solchen – zunächst futuristisch wirkenden – Konzepten konkrete Pläne geworden.

Bundeswehr will 400 Maschinen

400 solcher Maschinen sollen ab dem Jahr 2029 beschafft werden, es geht um Milliardenaufträge. Die Bundeswehr selbst spricht von „Jagdbomberdrohnen“ (externer Link), damit ist davon auszugehen, dass die Geräte schwer bewaffnet fliegen und an Kampfeinsätzen teilnehmen sollen. Aus Sicht von Militärs und Industrie könnten sie dabei mehrere Aufgaben übernehmen.

Die unbemannten Jets könnten zum Beispiel dort fliegen, wo es für eine Maschine mit einem menschlichen Piloten an Bord sehr gefährlich wäre. Zum Beispiel, weil ein Gegner dort starke Luftabwehreinheiten zur Verfügung hat. Darüber hinaus könnte ein Verbund aus bemannten und unbemannten Maschinen deutlich mehr Bomben und Raketen transportieren als ein einzelnes Flugzeug. Und nicht zuletzt könnte ein unbemanntes Flugzeug auch zeitaufwändige Missionen übernehmen, ohne jemals müde zu werden oder die Konzentration zu verlieren.

Mehrere deutsche Anbieter im Wettbewerb

Auf der diesjährigen Branchenmesse ILA in Berlin zeigen gleich mehrere deutsche Unternehmen ihre Konzepte für einen „Unmanned Wingman“. Im Rennen ist unter anderem das Münchner Drohnen-Start-up Helsing, das dafür im vergangenen Jahr den bayerischen Flugzeugbauer Grob übernahm.

Die Militärsparte von Airbus wiederum setzt auf eine Kampfdrohne des US-Unternehmens Kratos, die derzeit am Standort Manching mit einer speziellen Software an deutsche Bedürfnisse angepasst wird. Und auch der Rüstungsriese Rheinmetall will mitmischen. Das Unternehmen arbeitet mit der US-Firma Boeing zusammen und will auf der Branchenschau in Berlin eine Version der Drohne „Ghost Bat“ zeigen, die Boeing ursprünglich für das australische Militär entwickelt hatte. Die Zukunft ist also inzwischen Gegenwart geworden. Wer sich am Ende durchsetzen wird, ist derzeit noch völlig offen.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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