Wegen unbezahlter Mieten: Vermieter gekündigt
In der Location am Maximiliansplatz wurde fast ein Jahrzehnt lang zu House, RnB und Charthits gefeiert. Mit über 1.000 Quadratmetern war die Location nach eigener Aussage der größte Club im Herzen Münchens.
Zu den Gründen äußerte sich Betreiber Mathias Scheffel bei einem Interview mit der tz (externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt): Wegen der Hitze im Sommer habe man im Kellerklub sehr wenige Besucher gehabt. Darum habe man zwei Mieten nicht bezahlen können und sei in der Folge gekündigt worden. Der Unternehmer, der auch als „Partykönig“ bekannt war, habe noch versucht, zu verhandeln – ohne Erfolg. 20.000 Euro Miete seien in guten Zeiten in Ordnung, aber die seien derzeit vorbei, so Mathias Scheffel. „Die jungen Leute gehen heute generell weniger weg als früher, wo man sich in Clubs traf und nicht online“, beklagte der Clubbetreiber. Der Club hätte sich im Winter wieder erholt, davon ist Scheffel überzeugt. Dem Vermieter war das aber zu unsicher.
Verlust von „Kultur, Freiheit und Raum für echte Begegnungen“
„Mit jedem Club, der schließt, verliert unsere Stadt ein Stück Kultur, Freiheit und Raum für echte Begegnungen“, mahnt das Team des „Sweet Clubs“ auf Instagram. „Auch wenn wir uns schweren Herzens verabschieden müssen, hoffen wir, dass ihr niemals aufhört zu tanzen. Danke für all die unvergesslichen Nächte!“, heißt es im Abschieds-Post.
Knapp 150 bayerische Diskotheken innerhalb von zehn Jahren geschlossen
Laut Statistischem Bundesamt nimmt die Zahl der Diskotheken seit Jahren ab. 2014 gab es in Bayern 382 Diskotheken und Tanzlokale, 2024 waren es nur noch 236. Als Diskothek gelten in dieser Statistik nur Betriebe, deren Hauptgeschäft der Ausschank von Getränken ist und die eine Tanzfläche haben. Die Diskothek „M-Eins“ in Aichach oder der Techno-Club „B1“ in Ingolstadt sind zwei weitere Beispiele für das zunehmende Clubsterben in Bayern.

