Der Industrie- und Autozulieferer Schaeffler hat einen weiteren Stellenabbau und die Schließung mehrerer Standorte angekündigt. Europaweit sollen knapp 3.500 Jobs wegfallen, knapp 2.700 davon in Deutschland. Fünf Standorte werden geschlossen, vier davon in der Bundesrepublik, heißt es. Konkret geht es um die Standorte Dortmund, Morbach (Rheinland-Pfalz), Schwalbach (Hessen) und Berlin. Bayerische Standorte werden nicht dichtgemacht, einige sind aber dennoch von den Maßnahmen betroffen. So soll in Höchstadt an der Aisch in Mittelfranken der Werkzeugbau eingestellt werden.
Auch Standorte in Bayern betroffen
In Erlangen und Schweinfurt sind im Bereich Sondermaschinenbau „Anpassungen“ geplant. Von den „Kapazitäts- und Strukturanpassungen“ sind darüber hinaus die Standorte Herzogenaurach, Nürnberg und Regensburg betroffen, heißt es. Über Details sollen die Beschäftigten in Mitarbeiterversammlungen informiert werden. Der Stellenabbau soll bis 2028 umgesetzt werden – sozialverträglich, wie Schaeffler in einer Pressemitteilung schreibt.
Darüber hinaus sollen die verbleibenden Beschäftigten einen „Solidaritätsbeitrag“ leisten. Dieser umfasst den Plänen zufolge einen „temporären, noch im Detail auszuarbeitenden, freiwilligen Gehaltsverzicht“, so das Unternehmen. Der Gehaltsverzicht sei für alle Hierarchieebenen vorgesehen, inklusive Vorstand. Ohne diese Maßnahme würde der „Stellenabbau nochmals größer ausfallen“, heißt es.

