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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Wegen teurem Sprit: Lohnt sich der Umstieg auf Elektroautos?
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Wegen teurem Sprit: Lohnt sich der Umstieg auf Elektroautos?

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 5. Mai 2026 11:49
Von Christin Freitag
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4 min. Lesezeit
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Auf die Annahmen kommt es an

Die Kostenrechnung basiert zudem auf den beiden Annahmen, dass die Fahrzeuge 15.000 Kilometer im Jahr zurücklegen und fünf Jahre lang gehalten werden. Unter diesen Annahmen und wenn man nun Wertverlust, Fix- und Betriebskosten berücksichtigt, kostet ein Kilometer mit dem Verbrenner 56,6 Cent und mit dem Stromer 60,3 Cent.

Inhaltsübersicht
Auf die Annahmen kommt es anADAC: Elektroautos rechnen sich nicht für jedenHerstellervergleich kann sich lohnenWiederverkaufswert nicht vergessen

Der VW ID.3 Pure punktet in dieser Berechnung bei den monatlichen Betriebskosten. So werden 6,6 Cent je Kilometer Strom berechnet, im Vergleich zu knapp elf Cent für Benzin pro Kilometer, die der Golf verbraucht.

Allerdings verliert die Elektrovariante wiederum, weil sie laut Listenpreis deutlich teurer ist und demzufolge ein höherer Wertverlust zugrunde gelegt wird.

Und das zeigt schon, wie schwierig ein solcher Vergleich ist; selbst bei Modellen vom gleichen Hersteller, die sich zudem bei Platzangebot, Fahrleistung und Ausstattung ähneln. Denn wer zahlt schon den Listenpreis? Meist gibt es mehr oder weniger hohe Rabatte, sowohl bei Verbrennern als auch bei Elektroautos. Von den Preisen her nähern sich beide Antriebsvarianten immer stärker an. Nicht berücksichtigt in dieser Berechnung sind zudem staatliche Fördermaßnahmen, wie zum Beispiel die geplante neue Kaufprämie für Stromer hierzulande.

ADAC: Elektroautos rechnen sich nicht für jeden

Für die Bewertung sei wichtig, dass es sich immer um eine Einzelfallbetrachtung handle, weiß man auch beim ADAC. Denn es kann schon einen gewaltigen Kostenunterschied machen, woher man den Strom bezieht; von der eigenen Photovoltaikanlage vom Dach oder von einer öffentlichen Ladesäule. Je günstiger Autofahrer den Strom beziehen, desto niedriger fallen die Betriebskosten aus. Ist man als Vielfahrer dagegen auf die Schnellladesäulen an Autobahnen angewiesen, kann es schnell teurer werden. Denn dort werden meist mehr als die der Berechnung zugrunde gelegten 44 Cent je Kilowattstunde verlangt.

Entscheidend ist bei der Betrachtung auch: Fahre ich mehr in der Stadt oder auf der Autobahn? Im Stadtverkehr ist meist der Verbrauch der Verbrenner höher, während Elektroautos in aller Regel auf Autobahnen bei gleichmäßiger Geschwindigkeit mehr verbrauchen, da es keine Rekuperationsmöglichkeiten gibt. Rekuperation bedeutet, dass ein Elektroauto beim Bremsen oder Ausrollen einen Teil der Energie zurückgewinnt und damit die Batterie wieder aufgeladen wird.

Herstellervergleich kann sich lohnen

Wer weniger als 15.000 Kilometer pro Jahr fährt, für den wiederum spielen die Betriebskosten eine untergeordnetere Rolle. Da ist der Anschaffungspreis beziehungsweise Wertverlust entscheidender. Wichtig ist auch, für welchen Hersteller und welches Modell ich mich interessiere. Dabei gilt es nicht auf den Preis zu achten, sondern auch auf die Klassifizierung bei der Versicherung (externer Link). Je höher die Typklasse, desto teurer wird in aller Regel die Police.

Wiederverkaufswert nicht vergessen

Bei Verbrennern besteht mittelfristig ein politisches und technisches Risiko. Strengere CO₂-Vorgaben und steigende Spritpreise können die Attraktivität älterer Benziner und Diesel drücken. Ältere Elektroautos wiederum lassen sich schlechter verkaufen, da sich die Technik sprunghaft verbessert und die neuen Modelle zum Teil auch noch meist günstiger angeboten werden.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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