Lieber Hut statt Käppi, Mittagssonne meiden
Am Berg sollte man daher nicht nur Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor benutzen, sondern auch eine Kopfbedeckung sowie schützende Kleidung tragen – und die Tour umsichtig planen, sagt Dermatologieprofessorin Andrea Bauer vom Universitätsklinikum Dresden. Wenn möglich, soll man sich während der Mittagszeit ganz aus der Sonne zurückziehen. Besser als ein Käppi ist ein großer Hut, der vielleicht weniger schick aussieht, dafür aber Gesicht, Ohren und Nacken zuverlässig schützt.
Ein Schnitt schmerzt sofort, Verletzung durch Sonne erst viel später
Heller oder weißer Hautkrebs durch UV-Strahlung ist im Vergleich zu anderen Krebsarten als Tumor auf der Haut gut sichtbar. Wird er rechtzeitig entdeckt und entfernt, bevor er streut, bestehen 100 Prozent Heilungschancen, so Dermatologieprofessorin Bauer. Sie zieht einen blutigen Vergleich: Wer sich mit dem Messer schneidet, hört sofort auf und legt das Messer weg. Bei Verbrennungen der Haut durch zu viel Sonne ist das anders. Es blutet nicht sofort, dafür sind die Folgen langfristig sicht- und spürbar. Deshalb ist es so schwierig, das Bewusstsein für das Hautkrebsrisiko durch UV-Strahlung zu schärfen.
Prävention, regelmäßige Kontrolle und das Behandeln von Krebsvorstufen wie sogenannter „Aktinische Keratosen“ sind besonders wichtig für Menschen, die Bergsport betreiben. Bergführer Michael Schott geht heute nicht nur selbst regelmäßig zur Untersuchung, sondern versucht auch, dafür zu sensibilisieren, am Berg konsequent auf Sonnenschutz zu achten.

