Eine ausgewaschene Plastikflasche, die bis knapp unter den Rand mit Brunnenwasser gefüllt ist: Diese Probe wird in einem mobilen Labor gegen eine Gebühr von zwölf Euro auf Nitrat-, Säure- und Salzgehalt untersucht, die Ergebnisse gibt es noch am Infostand am Ende der Aktion.
Die gemeinnützige Umweltschutzorganisation VSR-Gewässerschutz ist mit ihren Fahrzeugen in ganz Deutschland unterwegs, am Montag macht sie Station auf dem Rathausplatz in Cadolzburg im Landkreis Fürth.
Oberflächennahes Grundwasser: „Verschmutzung ist ein Problem“
Laut dem Bayerischen Landesamt für Umwelt werden in Bayern etwa 4.300 Brunnen zur Trinkwasserversorgung genutzt. Wie viele davon in privater Nutzung sind, darüber wird keine Statistik geführt. Laut dem VSR-Gewässerschutz steht aber außer Frage: „Die Verschmutzung des oberflächennahen Grundwassers ist ein großes Problem.“
Die Organisation gibt auf ihrer Website etwa einen Überblick zur Nitratbelastung [externer Link] in den unterschiedlichen Regionen Bayerns. Auf dieser Landkarte sind für einige Regionen in Mittelfranken erhöhte Werte eingezeichnet, der Raum Fürth ist sogar dunkelrot eingefärbt: Dort sollen die Nitratwerte aus Wasser von privaten Brunnen zuletzt besonders hoch gewesen sein.
Geringe Niederschläge in Mittelfranken
Ein Grund sind die geringen Niederschläge in Mittelfranken. Weil es hier weniger regnet als zum Beispiel in Südbayern, werde das Nitrat im Grundwasser weniger verdünnt, so Thomas Keller, Leiter des Wasserwirtschaftsamts Ansbach. „Und wir haben eine sehr kleinparzellige Geologie mit Ineinandergreifen von unterschiedlichen Gesteinsschichten und dadurch ist das Ganze so volatil und ändert sich auch im Laufe der Jahre.“ Was heute über dem Grenzwert sei, könne in zwei Jahren darunter sein und umgekehrt.

