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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Richtig trinken bei Hitze: Worauf es wirklich ankommt
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Richtig trinken bei Hitze: Worauf es wirklich ankommt

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 22. Juni 2026 16:47
Von Michael Farber
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5 min. Lesezeit
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Der menschliche Körper besteht zu etwa 60 Prozent aus Wasser – kein Wunder also, dass ohne Flüssigkeit fast nichts funktioniert. Wasser reguliere die Körpertemperatur, transportiert Nährstoffe, unterstütze die Verdauung und sorge dafür, dass Organe und Gehirn leistungsfähig bleiben, so die Verbraucherzentrale (externer Link). Wer zu wenig trinkt, riskiert Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Kreislaufprobleme.

Inhaltsübersicht
Wie viel Flüssigkeit braucht der Körper?Warum ist Trinken bei Hitze und Sport besonders wichtig?Was sollte man trinken?Wann und wie oft sollte man trinken?Darf man zum Essen trinken?Ist es schädlich, zu viel zu trinken?Zählt Kaffee zu den Flüssigkeiten mit?Wie erkennt man Flüssigkeitsmangel?Alltagstipps zum Trinken

Wie viel Flüssigkeit braucht der Körper?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen, täglich etwa 1,5 Liter Flüssigkeit in Form von Getränken aufzunehmen. Zusätzlich wird Wasser auch über die Nahrung aufgenommen, etwa durch wasserreiches Obst und Gemüse.

Warum ist Trinken bei Hitze und Sport besonders wichtig?

An heißen Tagen oder bei körperlicher Aktivität kann sich der Bedarf verdoppeln. Bei Sport oder großer Hitze verliert der Körper viel Flüssigkeit durch Schwitzen. Wird das nicht rechtzeitig ausgeglichen, drohen Erschöpfung, Schwindel oder Hitzekollaps. Deshalb empfiehlt die Verbraucherinformation Bayern (VIS) (externer Link), schon am Vormittag regelmäßig kleine Mengen zu trinken – selbst ohne Durstgefühl. Abgeraten wird von eiskalten Getränken: Diese wirken zunächst erfrischend, belasten aber den Kreislauf und die Verdauung. Besser sind lauwarmes Wasser oder zimmerwarme Tees.

Was sollte man trinken?

Ideal sind Leitungswasser, Mineralwasser oder ungesüßte Kräuter- und Früchtetees. Die VIS Bayern empfiehlt Leitungswasser – in Bayern ist es nahezu überall von hoher Qualität und wird regelmäßig kontrolliert. Wer es geschmackvoller mag, kann das Wasser mit Minze, Zitrone oder Gurke aufpeppen.

Verdünnte Fruchtsäfte (1 Teil Saft, 3 Teile Wasser) sind – in Maßen – eine gute Ergänzung. Zuckerhaltige Getränke wie Cola oder Limonaden sollten hingegen nur selten auf den Tisch kommen – sie liefern viel Zucker, aber wenig Nutzen. Auch Alkohol entzieht dem Körper Wasser und ist bei Hitze oder körperlicher Belastung keine gute Wahl.

Wann und wie oft sollte man trinken?

Nicht nur die Menge zählt, sondern auch das Wann: Wer über den Tag verteilt regelmäßig trinkt, unterstützt den Flüssigkeitshaushalt optimal. Direkt nach dem Aufstehen hilft ein Glas Wasser, den nächtlichen Wasserverlust auszugleichen.

Darf man zum Essen trinken?

Es spricht nichts dagegen, zum Essen etwas zu trinken, obwohl sich hartnäckig die Annahme hält, dass Trinken während des Essens die Magensäure verdünne und damit die Verdauung erschwere. Allerdings wurde diese Annahme durch eine Studie (externer Link) widerlegt. Da Magensäure ohnehin extrem sauer ist, wäre eine spürbare Verdünnung durch normales Trinken kaum möglich. Im Gegenteil: Wasser oder ungesüßte Getränke während der Mahlzeit können die Verdauung sogar unterstützen, indem sie den Speisebrei geschmeidiger machen und den Weitertransport erleichtern.

Ist es schädlich, zu viel zu trinken?

In seltenen Fällen kann übermäßiges Trinken in kurzer Zeit zu einer sogenannten Wasservergiftung (Hyponatriämie) führen. Dabei wird das Verhältnis von Wasser und Salzen im Körper gestört – ein Risiko vor allem bei Ausdauersportarten mit starker Wasserzufuhr ohne Elektrolyte. Im Alltag ist das jedoch kaum ein Problem.

Zählt Kaffee zu den Flüssigkeiten mit?

Früher galt Kaffee als „Flüssigkeitsräuber“. Inzwischen ist belegt: In moderaten Mengen (zwei bis drei Tassen täglich) trägt er zur Flüssigkeitsbilanz bei. Das gilt auch für schwarzen und grünen Tee – sofern sie nicht stark entwässernd wirken.

Wie erkennt man Flüssigkeitsmangel?

Ein guter Anhaltspunkt ist die Farbe des Urins: Ist er hellgelb, ist der Flüssigkeitshaushalt in Ordnung. Dunkler Urin, Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme oder trockene Schleimhäute können hingegen Anzeichen für Dehydrierung sein.

Besonders ältere Menschen und Kinder verlieren schneller Flüssigkeit, ohne rechtzeitig Durst zu verspüren. Hier hilft es, feste Trinkrituale im Alltag zu verankern – etwa stündlich ein Glas Wasser oder Erinnerungen per App.

Alltagstipps zum Trinken

  • Schon morgens nach dem Aufstehen ein Glas Wasser trinken
  • Stündlich erinnern – per App oder feste Trinkrituale
  • Wasser geschmacklich aufwerten: z. B. mit Zitrone, Minze, Gurke
  • Trinken sichtbar machen: z. B. Karaffe auf dem Tisch oder am Arbeitsplatz
  • Beim Sport vorher und nachher trinken, währenddessen in kleinen Schlucken

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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